1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Absturz der Überfliegerin

Stabhochsprungstar Jelena Issinbajewa aus Russland blieb bei der WM in Berlin ohne Medaille. Die Olympiasiegerin und Titelverteidigerin verpokerte sich schlichtweg. Die schnellste Frau der Welt kommt aus Jamaika.

Stabhochsprungstar Issinbajewa bei einem ihrer gescheiterten Versuche in Berlin. Foto: ap

Dreimal gerissen

Die 27 Jahre alte haushohe Favoritin stieg erst bei 4,75 Meter in den Wettbewerb ein. Als sie diese Höhe gerissen hatte, ließ Issinbajewa 4,80 Meter auflegen. Doch auch an dieser Höhe scheiterte die Russin zweimal. Es war das erste Mal seit August 2006, dass Issinbajewa in einem Wettkampf ohne gültigen Versuch blieb. Ihr Weltrekord liegt bei 5,05 Meter.

Leichtathletik Weltmeisterschaft 2009 Berlin

Weltmeisterin Rogowska

Vom Aussetzer der Russin profitierte die Polin Anna Rogowska, die Issinbajewa in diesem Jahr bereits in London besiegt hatte. Sie holte sich mit einer übersprungenen Höhe von 4,75 Meter Gold. Silber ging an ihre Landsfrau Monika Pyrek und die US-Amerikanerin Chelsea Johnson, die beide 4,65 Meter überquerten. Silke Spiegelburg musste sich mit der gleichen Höhe, aber mehr Versuchen mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Anna Battke wurde Siebte, Christina Gadschiew Zehnte.

Fraser Weltmeisterin über 100 Meter

Fraser (re.) gewinnt vor Stewart (li.). Foto: ap

Fraser (re.) gewinnt vor Stewart (Mitte) und Jeter (li.)

Die schnellste Frau der Welt ist Shelly-Ann Fraser aus Jamaika. 24 Stunden nach der Gala ihres Landsmanns Usain Bolt holte sich die 22 Jahre alte Olympiasiegerin über 100 Meter auch den Weltmeistertitel. Fraser gewann in der Weltjahresbestzeit von 10,73 Sekunden vor Kerron Stewart, ebenfalls aus Jamaica, und der US-Amerikanerin Carmelita Jeter. Verena Sailer war im Halbfinale als Sechste ihres Laufs mit einer Zeit von 11,24 Sekunden ausgeschieden.

Über 200 Meter der Männer wird es kein neues Duell Usain Bolt gegen Tyson Gay geben. Der US-Amerikaner Gay, der über 100 Meter gegen den Jamaikaner Bolt klar den Kürzeren gezogen hatte, sagte seinen Start in den Vorläufen an diesem Dienstag (18.8.2009) wegen Leistenbeschwerden ab.

Seriensieger Bekele

10.000-Meter-Werfer Bekele jubelt in Berlin mit Fahne Äthiopiens Foto: dpa

Weltmeister Bekele

Der Äthiopier Kenenisa Bekele wurde zum vierten Mal in Serie Weltmeister über 10 000 Meter. Mit 26:46,31 Minuten lief Bekele die beste Zeit, die jemals bei einer WM über diese Distanz erzielt wurde. Platz zwei belegte Zersenay Tadese aus Eritrea vor dem Kenianer Moses Masai. Eine Überraschung gab es im 3000 Meter-Hindernislauf der Frauen. Die Spanierin Marta Dominguez holte sich in in einer Spurtentscheidung Gold vor der Russin Julia Sarudnewa. Bronze gewann die Kenianerin Milcah Chemos Cheywa. In deutscher Rekordzeit belegte Antje Möldner den neunten Platz.

Nur einer warf weiter als 80 Meter

Der deutsche Hammerwerfer sitzt nach dem Wettkampf weinend auf der Bank. Foto: ap

Esser am Boden zerstört

Wie ein Häufchen Elend saß Hammerwerfer Markus Esser nach dem Wettkampf auf der Bank und weinte Tränen der Enttäuschung. Seine letzten drei der sechs Versuche waren allesamt im Netz des Abwurfrings gelandet. Esser kam nicht über die für ihn indiskutable Weite von 76,27 Meter hinaus. Platz sechs in der Endabrechnung. Der deutsche Meister Sergej Litvinov wurde mit 76,58 Metern Fünfter. Neuer Weltmeister ist der Olympiasieger: Primoz Kozmus. Der Slowene blieb in dem niveauarmen Wettbewerb mit 80,84 Meter als Einziger über der 80 Meter-Marke. Silber ging an den Polen Szymon Ziolkowski, Bronze an den Russen Alexej Sagorny.

Dreispringerin Yargelis Savigne verteidigte ihren WM-Titel von Osaka 2007 erfolgreich. Die Kubanerin setzte sich mit einer Weite von 14,95 Meter vor ihrer Landsfrau Mabel Gay und der Russin Anna Pjatjuch durch. (sn/to/sid/dpa)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema