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Aktuell Welt

Absturz über dem Sinai: "Äußere Ursache"

Die Airbus-Katastrophe über Ägypten bleibt rätselhaft: Die russische Fluggesellschaft schließt einen technischen Defekt oder einen Pilotenfehler aus.

Für den Absturz der russischen Passagiermaschine über dem Sinai komme allein eine "äußere Ursache", eine "mechanische Einwirkung" auf das Flugzeug infrage, erklärte der Chef der Fluggesellschaft Metrojet, Alexander Smirnow. Der Airbus A321 sei in "hervorragendem technischem Zustand" gewesen, beteuerte er vor der Presse in Moskau. Ein Mitarbeiter sprach von starken Schäden an der Konstruktion.

Kein Notruf

Die Piloten hätten offensichtlich "völlig" die Kontrolle über die Maschine verloren, aber dennoch kurz vor der Tragödie keinen Funkspruch abgesetzt, erläuterte der Metrojet-Manager. Der Airbus der Fluggesellschaft war am Samstagmorgen kurz nach dem Start vom Badeort Scharm el Scheich Richtung St. Petersburg über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Er hatte innerhalb von weniger als einer Minute massiv an Tempo verloren und war dem Vernehmen nach rasant abgesackt. Alle 224 Insassen, zumeist russische Touristen, kamen ums Leben.

Kreml: Vom Terrorakt bis Unfall

Ein ägyptischer Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte in einem nicht verifizierbaren Bekennerschreiben behauptet, die Maschine zum Absturz gebracht zu haben. Experten und Regierungsangehörige Russlands und Ägyptens bezeichneten dies aber als unwahrscheinlich oder schlossen einen Anschlag aus. Kremlsprecher Dmitri Peskow warnte aber vor verfrühten Schlussfolgerungen. Keine Version sei ausgeschlossen - "vom Terrorakt bis zum Unfall". Man müsse die Untersuchungsergebnisse abwarten.

An den Ermittlungen von Russen und Ägyptern am Ort der Katastrophe beteiligen sich auch internationale Experten.

SC/as (afp, APE, dpa)

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