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Luftfahrt

Abschlussbericht zu MH370: Verbleib des Flugzeugs bleibt rätselhaft

1046 Tage suchte eine internationale Kommission nach einem verschwundenen malaysischen Passagierflugzeug mit 239 Insassen – erfolglos. Nun liegt ihr Abschlussbericht vor. Eine Spur der Maschine gibt es noch immer nicht.

Australien Untersuchung von Wrackteilen eines Flugzeugs (Reuters/Australian Transport Safety Bureau)

Experten der australischen Verkehrssicherheitsbehörde untersuchen in Canberra ein Wrackteil

1046 Tage suchte eine internationale Kommission nach einem verschwundenen malaysischen Passagierflugzeug mit 239 Insassen - erfolglos. Nun liegt ihr Abschlussbericht vor. Eine Spur der Maschine gibt es noch immer nicht.

Wo ist die Maschine von Malaysia Airlines geblieben? Wie konnte Flug MH370 am 8. März 2014 einfach so verschwinden? Was hat zum mutmaßlichen Absturz der Boeing geführt? Alle diese Fragen konnten die Ermittler nicht beantworten, wie aus dem jetzt in Sydney veröffentlichten Abschlussbericht des Australian Transport Safety Bureau hervorgeht. "Wir bedauern zutiefst, dass wir weder das Flugzeug noch die 239 Seelen an Bord ausfindig machen konnten", schreiben die Experten in dem 440-Seiten-Dokument. Sie sprachen den Familien der Passagiere und Besatzungsmitglieder ihr "herzliches Beileid" aus. Der Fall gilt als eines der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte.

Wie fassungslos die Ermittler sind, kommt auch in dem Bericht der Behörde zum Ausdruck. In dem Papier der Behörde heißt es: "Es ist nahezu unvorstellbar und mit Sicherheit für eine Gesellschaft auch nicht hinnehmbar, dass in der Ära der modernen Luftfahrt ein so großes Flugzeug verschwunden bleibt." 

Teuerste Tiefsee-Suche

Es gebe weiterhin keine konkreten Hinweise darauf, wo sich die Maschine befindet. Vermutet wird, dass sie ins Meer gestürzt ist. Die Boeing 777 war im März 2014 auf dem Flug von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking, als sie mitten in der Nacht plötzlich von den Radarschirmen verschwand. Australien, Malaysia und China leiteten die teuerste Tiefsee-Suche aller Zeiten ein. Die Kosten betrugen mehr als 150 Millionen US-Dollar (etwa 127 Millionen Euro).

Das Suchgebiet umfasste eine Gegend von 120.000 Quadratkilometern - ein Gebiet, das etwas kleiner als England ist. Bei der Suche wurden zwei Schiffswracks entdeckt, aber keine Spur des verschwundenen Flugzeugs. Die australischen Behörden gehen inzwischen davon aus, dass MH370 wahrscheinlich weiter nördlich von dem Suchgebiet zu finden ist. Drei Wrackteile der Maschine wurden an Küsten im westlichen Indischen Ozean angespült. Trotz aller Proteste von Angehörigen wurde die Suche im Januar dieses Jahres eingestellt. Sie soll erst wieder aufgenommen werden, wenn es glaubwürdige neue Hinweise gibt.

kle/fab (dpa, afp, rtre, ape)

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