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Fußball

Abschluss der Auftaktphase

Am sechsten Spieltag könnten schon erste Vorentscheidungen darüber fallen, welche Mannschaften sich dauerhaft oben festsetzen und welche Teams dagegen auch in den kommenden Wochen unten drin stehen werden.

Der Schalker Spieler Rafinha setzt sich gegen drei Wolfsburger durch (Foto: dpa)

Erst aussortiert, dann begnadigt: Rafinha

Schalke hat die Chance verpasst, sich an Leverkusen und Hamburg heranzuschleichen. Im Auftaktduell des sechsten Spieltages musste sich der Tabellen-Dritte dem VfL Wolfsburg mit 1:2 geschlagen geben. Beide Treffer für den VfL erzielte Edin Dzeko, für Schalke traf Benedikt Höwedes zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Wolfsburg ist nach drei Bundesliga-Niederlagen in Folge also wieder in der Erfolgsspur.

Bei seinem ersten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein, der Wolfsburger Meistermannschaft der Vorsaison, sorgte Schalke-Trainer Felix Magath für eine Überraschung: Der 20-jährige Lukas Schmitz aus der Regionalliga-Mannschaft kam zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz, zusammen mit dem von den Fans frenetisch gefeierten Braslianer Rafinha stand Schmitz in der Startelf.

Bayern gegen Franken

Thomas Müller im Kreise seiner Mitspieler (Foto: dpa)

Darf Müller auch gegen Nürnberg wieder jubeln?

Herbstanfang, das ist in München Wiesn-Zeit und pünktlich zum Beginn des Oktoberfestes am Samstag (19.09.2009) gibt es diesmal sogar noch das bayerisch-fränkische Derby gegen den 1.FC Nürnberg oben drauf. Zwar, so Bayern-Abwehrchef Daniel van Buyten, kein Spiel wie jedes andere, aber drei Punkte sollen es trotzdem werden. "Wir haben schon genug Punkte verschenkt in der Bundesliga und wollen sie uns wieder zurück holen. Dafür müssen wir Vollgas geben, in diesem Spiel und das werden wir auch tun.“ Immerhin schon fünf Zähler beträgt der Rückstand der Bayern auf die Doppelspitze aus Hamburg und Leverkusen. Spannend wird sein, wer für die Bayern stürmen darf. Beste Chancen hat wohl der junge Thomas Müller, der gegen Dortmund und Haifa gleich doppelt traf. Mal sehen, wie sehr sich sein Trainer Louis van Gaal davon beeindrucken lässt.

Weitgehend unbeeindruckt von der vermeintlichen Münchener Überlegenheit zeigte sich Nürnbergs Trainer Michael Oenning, der nicht nur nach München fahren möchte, um kampflos die Punkte dort abzuliefern. "Wir kommen nicht mit schmalem Kreuz, das müssen wir auch nicht", sagte er. "Wir haben das letzte Spiel gewonnen und wir haben auswärts bisher passabel gespielt. Das versuchen wir auch in München.“

Gladbachs erster schwerer Heimgegner

Sogar mehr als passabel gespielt hat in dieser Saison bisher Borussia Mönchengladbach – zumindest vor heimischem Publikum. Zwei Heimsiege stehen zu Buche, doch jetzt kommt mit Hoffenheim für die Gladbacher der erste Gegner, der am Ende der Spielzeit auch ganz oben in der Tabelle erwartet werden darf. "Eine sehr spielstarke Mannschaft, die individuell sehr gut aufgestellt ist", lobte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck den Gegner. "Das ist ein Brocken. Aber wir sind zu Hause sehr geschlossen und kompakt aufgetreten, das wollen wir natürlich auch gegen Hoffenheim.“ Gelingt dies, marschieren die Gladbacher an Hoffenheim in der Tabelle vorbei. Die Hoffenheimer dagegen werden versuchen ihrerseits zu punkten, um ins obere Tabellendrittel hinein zu klettern.

Köln bangt um Anschluss

Dorthin wollte eigentlich auch der VfB Stuttgart, doch fünf Punkte aus fünf Spielen reichen bisher nur für Rang zwölf. Nun soll gegen den Tabellenletzten 1.FC Köln die Wende geschafft werden.

Lukas Podolski breitet die Arme aus und verzieht das Gesicht (Foto: dpa)

Auf ihm ruhen die Kölner Hoffnungen: "Messias" Lukas Podolski soll gegen Stuttgart wieder treffen

Allerdings müssen Trainer Markus Babbel und seine Mannen mit dem schwachen 1:1 in der Champions League gegen Glasgow erneut ein Negativerlebnis verarbeiten. "Jeder einzelne Spieler muss aus diesem Spiel lernen. Das Schöne ist ja, dass man alle drei Tage spielt. Gegen Köln haben wir die Möglichkeit es besser zu machen, sprich: einen Sieg einzufahren." Mit dem Siegen sollte auch der FC bald beginnen. Mit nur einem mageren Punkt stehen die Kölner am Tabellenende. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Sturmduo Lukas Podolski / Milivoje Novakovic, dass sich allerdings im Vergleich zum vergangenen Spiel gegen Schalke steigern muss.

Klausur für den freien Kopf

Jürgen Klopp mit Spielern bei Besprechung auf dem Platz (Foto: dpa)

Die Dortmunder hatten Gesprächsbedarf

Ganz besonders vorbereitet hat sich Borussia Dortmund. Vor der Partie in Hannover ging es für zwei Tage ins Kurztrainingslager. Einerseits zum Trainieren, zum anderen aber auch um intensiv in sich zu gehen und die Leistungen der letzten Spiele zu verarbeiten. "Wir wollten uns mit unserer Situation beschäftigen", sagte Trainer Jürgen Klopp. "Das haben wir in ausführlichen Gesprächen getan und ich habe den Eindruck, das hat uns sehr gut getan.“ Nun gilt es, dieses gute Gefühl auch auf den Platz zu bringen und in fußballerisch Verwertbares zu verwandeln, um nicht dauerhaft im unteren Tabellendrittel zu verschwinden.

Genau das Gleiche gilt auch für den VfL Bochum, der die Überraschungsmannschaft FSV Mainz 05 empfängt. Bei nur einem Punkt Vorsprung auf den Abstieg muss so langsam ein Dreier her. Viel lockerer kann dagegen der Mainzer Trainer Thomas Tuchel ins Spiel gehen, mit einem lockeren Spiel rechnet er aber nicht. "Für Bochum kann eine kleine Vorentscheidung fallen, ob sie den Lauf erwischen, oder ob sie noch eine Weile im Keller stecken bleiben", sagte Tuchel. "Sie werden versuchen, uns mit Tempo einzuschüchtern und mit Härte zu begegnen. Da verlange ich, dass wir dagegen halten.“

Dreimal Sonntags

Wegen der Europapokalwoche gibt es am Sonntag drei Spiele, bei denen auch die beiden Spitzenteams beteiligt sind. Tabellenführer Hamburger SV spielt beim Vierten in Frankfurt, Bayer Leverkusen empfängt Werder Bremen. Außerdem kommt es zum Kellerduell zwischen dem 17. Hertha BSC und dem 16. SC Freiburg.

Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Calle Kops

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