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Deutschland

Abschied von vier gefallenen Soldaten

Mit einer bewegenden Trauerfeier haben sich rund 1000 Menschen von den vier Soldaten, die im Norden Afghanistans getötet wurden, verabschiedet. Auch Kanzlerin Angela Merkel nahm an der Trauerfeier in Ingolstadt teil.

Vier mit der Deutschlandfahne bedeckte Särge (Foto: AP)

Alle vier Särge der gefallenen Soldaten wurden im Münster aufgebahrt

Der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat am Samstag (24.04.10) bei der Trauerzeremonie im Ingolstädter Münster vor den Familien der Getöteten und den rund 1000 Trauergästen gesprochen. Insbesondere den Angehörigen sprach er sein tiefes Beileid aus. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel erwiesen den vier getöteten Soldaten auch Außenminister Guido Westerwelle, der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus und sein bayerischer Amtskollege Horst Seehofer die letzte Ehre. Bereits am vergangenen Sonntag hatten sich die Kameraden im Feldlager Masar-i-Scharif von den Toten verabschiedet.

In Hinterhalt gelockt

Bundeswehr Soldaten neben vier Bilderstaffeln der getöteten Soldaten (Foto: dpa)

Die in Mazar-i-Scharif stationierten Soldaten haben bereits letzte Woche von ihren Kameraden Abschied genommen

Drei der Soldaten waren in der vergangenen Woche, am 15. April 2010, südlich von Kundus bei einem Hinterhalt von Taliban getötet worden. Bei den Opfern handelt es sich um einen Hauptfeldwebel und einen Stabsunteroffizier des Ingolstädter Gebirgspionierbataillons 8 sowie einen Major von der Unteroffiziersschule im oberpfälzischen Weiden. Wenige Stunden nach diesem Angriff wurde in der Nähe ein weiterer Soldat bei einem Überfall getötet: ein Oberstabsarzt vom Bundeswehrkrankenhaus in Ulm. Das jüngste Opfer war 24, das älteste 38 Jahre alt.

Weitere verwundete Soldaten noch in Behandlung

Bei den Kämpfen im Norden Afghanistans waren noch weitere fünf Soldaten schwer verwundet worden. Weil wegen der Aschewolke der europäische Luftraum in der vergangenen Woche gesperrt war, mussten die Soldaten zunächst in Istanbul versorgt werden. Inzwischen werde sie im Bundeswehkrankenhaus in Koblenz behandelt. Drei von ihnen sind nach Angaben der behandelnden Ärzte "ansprechbar, stabil und mobil". Zwei weitere müssten noch in der Intensivstation liegen.

Bilderstaffeln der drei getöteten Soldaten an Karfreitag (Foto: dpa)

Drei deutsche Fallschirmjäger waren an Karfreitag beim Einsatz in Afghanistan getötet worden

Die Trauerfeier im katholischen Liebfrauenmünster in Ingolstadt hatte gegen 12 Uhr begonnen. Erst vor zwei Wochen verabschiedete sich Merkel mit vielen weiteren Trauergästen im niedersächsischen Selsingen von drei deutschen Fallschirmjägern, die an Karfreitag beim Einsatz in Afghanistan ums Leben gekommen waren.

Autorin: Sina Schlimmer (apn, dpa, TV)
Redaktion: Annamaria Sigrist

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