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Kultur

Abschied von Martin Roth

Mit einem Trauergottesdienst in Berlin haben Freunde und Wegbegleiter Abschied vom Museumsmacher Martin Roth genommen. Auch Bundespräsident Steinmeier und Außenminister Gabriel erwiesen ihm die letzte Ehre.

Neben den Repräsentanten des Staates waren auch eine Reihe namhafter Museumsleiter und Kulturschaffende in die evangelische Ernst-Moritz-Arndt-Kirche in Berlin-Zehlendorf gekommen. Der renommierte Kulturmanager war am vergangenen Sonntag nach schwerer Krankheit mit 62 Jahren gestorben.

Roths Familie hatte zu dem Gottesdienst eingeladen, sein Sarg war in der Kirche aufgebahrt. Die Urnenbeisetzung soll zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis stattfinden. Für ihre Todesanzeige in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hatte Roths Familie das Motto "Death is not the end" ("Der Tod ist nicht das Ende") gewählt.

"Death is not the end"

Deutschland Martin Roth gestorben (imago/J. Jeske)

Martin Roth

Der gebürtige Stuttgarter Roth galt als einer der innovativsten und erfolgreichsten Museumsmacher der Welt. Der promovierte Kulturwissenschaftler hatte seine Karriere in Dresden begonnen - zunächst als Direktor des Deutschen Hygiene-Museums, später als Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen. 2011 wurde Roth Leiter des Victoria and Albert Museums in London - der erste Deutsche an der Spitze eines britischen Topmuseums. Es war wohl seine schwere Krankheit, die ihn im Herbst 2016 zwang, die Leitung des Victoria & Albert Museums aufzugeben - nach fünf äußerst erfolgreichen Jahren. Er wolle sich mehr um seine Familie kümmern und um die Kulturpolitik, sagte er damals in einem Interview mit der Deutschen Welle. Gerade erst nach Deutschland zurückgekehrt, übernahm er noch kurz vor seinem Tod das Ehrenamt als Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart.

Trauergottesdienst für Martin Roth in Berlin Steinmeier (picture-alliance/dpa/J. Kalaene)

Bundespräsident Steinmeier trägt sich in die Kondolenzliste ein

nf/HF (dpa/ifa)

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