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Deutschland

Abschiebe-Stopps in letzter Minute häufen sich

Abschiebungen per Flugzeug werden nach einem Medienbericht immer häufiger kurzfristig abgebrochen. Die beiden Hauptgründe dafür: Entweder die Betroffenen leisten Widerstand oder sie sind plötzlich krank.

Tatsache ist: Im ersten Halbjahr wurden bereits 387 Abschiebungen kurzfristig gestoppt, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Das waren demnach 71 Prozent mehr als die 226 im ersten Halbjahr 2016. Die Zeitung beruft sich bei ihrem Bericht auf Zahlen des Bundesinnenministeriums.

Rückgang der Abschiebungen insgesamt

Die Zahl der Abschiebungen insgesamt war im ersten Halbjahr gesunken. Bis Ende Juni gab es 12.545, im Vorjahreszeitraum waren es noch 13.743 gewesen. Unter den gestoppten Abschiebungen waren nach Angaben des Blattes 186 Fälle, in denen sich die Migranten heftig gegen den Rücktransport wehrten. Hier gab es einen Anstieg von fast 54 Prozent.

61 Migranten meldeten sich kurzfristig krank und waren nicht transportfähig, das ist ein Plus von etwa 110 Prozent. In 113 Fällen weigerten sich die Flugzeugbesatzungen, die Abzuschiebenden zu transportieren, eine Zunahme von rund 69 Prozent.

Genau 27 Personen konnten nicht heimgeflogen werden, weil ihre Herkunftsländer plötzlich die Aufnahme verweigerten. Hier gab es einen Anstieg von exakt 200 Prozent.

haz/kle (dpa, afp, kna)