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Global Ideas

Aborigines bringen modernes und altes Wissen zusammen

Wie das alte Wissen der Aborigines dem weitgehend leeren Zentrum Australiens Leben einhaucht.

Foto: Der Jigalong Ranger, Cedric Watson, führt ein Ground Burn durch.

Der Lebensraum des australischen Outbacks hat bislang kaum Beachtung gefunden. Das Martu Cultural Knowledge Program setzt sich nun dafür ein.

Organisation: Kanyirninpa Jukurrpa: Martu Cultural Knowledge Program, Newland, West-Australien

Die Landschaft im australischen Outback, dem Niemandsland, ist von herber Schönheit. Viele Pflanzen und Tiere gibt es hier nicht, zudem bedrohen Brände, aber auch invasive Arten und der Raubbau an Ressourcen die ohnehin karge Struktur. Allerdings ist hier auch die Heimat der Ureinwohner Australiens. Für sie ist das Gebiet von jeher heilig. Weniger als fünf Prozent der australischen Bevölkerung leben hier.

Die Ironie dabei ist, dass sich wegen der geringen Bevölkerungsdichte bisher auch niemand um den Schutz des Lebensraums kümmert. Diese Lücke füllt das Martu Cultural Knowledge Program in Newland, Australien. Es ist Teil einer landesweiten Kampagne, die das ökologische Gleichgewicht im australischen Outback wiederherstellen will.

Im Jahr 2005 wurde die NGO gegründet, um die Kultur der Volksgruppe der Martu im Westen des Kontinents zu bewahren, und beim Aufbau nachhaltig wirkender Gemeinschaften zu helfen.

"Die Älteren haben sehr deutlich gemacht, dass sie zurück ins 'Country' - das 'Land' - gehen wollen, dass sie die jungen Leute zurück ins 'Land' nehmen wollen und dass sie nach dem 'Land' suchen wollen", sagt Peter See, der Chef der Organisation. Die Aborigines verwenden das Wort "Country" - Land - in einem viel weiter gefassten Wortsinn. Für sie beschreibt es ein Gebiet, zu dem sie gehören, und bezieht sich auf alle Lebewesen, die darin leben.

Die NGO beschäftigt ganzjährig 30 Mitarbeiter und weitere 240 Personen zu bestimmten Hochzeiten im Jahr. Das Schutzgebiet ist doppelt so groß wie Tasmanien. Hier unterstützt das Programm Aborigine-Ranger, die vermitteln sollen, zwischen den kulturell tief verwurzelten Martu und modernen wissenschaftlichen Methoden zur Bewirtschaftung des Landes.

Da die Martu an althergebrachten Bräuchen und Traditionen festhalten, sind sie zu einer Art Verwaltung für das Outback geworden. Aus diesem Grund verpflichtet die australische Regierung sie auch als Ranger in dem Gebiet. Das Ranger Programm beschäftigt rund 700 von ihnen auf dem Gebiet der Aborigines in ganz Australien.

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