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Fußball

Ablenkung bei der WM-Vorbereitung

Während Philipp Lahm im DFB-Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft das Lauftraining aufnimmt, gibt es in Südtirol hochrangigen Besuch: Drei Spitzensportler sorgen für Abwechslung.

Bei heftigem Dauerregen hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Südtirol die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft fortgesetzt. Auch Kapitän Philipp Lahm nahm nach seiner Fußverletzung das Lauftraining auf. Der 30-jährige Münchner hatte im DFB-Pokalfinale eine Kapselverletzung am linken Sprunggelenk erlitten und musste zehn Tage pausieren. Lahms Bayern-Kollege Bastian Schweinsteiger und der Dortmunder Marcel Schmelzer setzten ihr individuelles

Aufbauprogramm

fort. Auf dem Platz arbeiteten 21 Akteure mit dem Ball. Weiterhin fehlte der an der Schulter verletzte Nationalkeeper Manuel Neuer.

Während Lahm in absehbarer Zeit auch ins Mannschaftstraining zurückkehren soll, wird Neuer während des Trainingslagers wohl endgültig nicht mehr auf dem Rasen stehen. Es sei positiv, dass Lahm auf dem Platz gewesen sei, sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff auf der täglichen Pressekonferenz, man sei sehr zuversichtlich. "Philipp und auch Bastian Schweinsteiger müssen immer Rückmeldung geben, dann können sie bald auch wieder bei der Mannschaft einsteigen. Bei Manuel wird es dagegen noch dauern. Bei ihm rechne ich nicht mehr mit einem Einsatz in Südtirol."

Philipp Lahm im Porträt (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Philipp Lahm: Der deutsche Mannschaftskapitän ist auf einem guten Weg

Sportliche Unterstützung

Champions-League-Sieger

Sami Khedira,

der erst am späten Montagabend (26.05.2014) zum Team gestoßen war, darf sich nach den Feierlichkeiten mit Real Madrid zunächst akklimatisieren. Er sei "ein bisschen erkältet" angekommen, berichtete Bierhoff: "Ansonsten ist aber körperlich alles okay bei ihm. Er weiß, dass er noch etwas aufholen muss. Aber er wollte so schnell wie möglich zu uns kommen." Mit der Ankunft von Khedira im Mannschaftsquartier hat Bundestrainer Joachim Löw endlich alle 26 deutschen WM-Kandidaten im Trainingscamp beisammen.

Für

Ablenkung

abseits der Arbeit auf dem Fußballplatz sorgten drei Gäste aus ganz anderen Bereichen des Spitzensports. Formel-1-Pilot Nico Rosberg, Golf-Star Martin Kaymer und DTM-Fahrer Pascal Wehrlein besuchten das Team und nahmen neben Bierhoff an der Pressekonferenz teil. Wehrlein gab sich zuversichtlich, er traue Deutschland zu, in Brasilien weit zu kommen. Kaymer meinte, Fußballer und Golfer könnten ganz gut voneinander lernen. Wichtig sei, dass "der Druck nicht zu groß werde". Und Rosberg betonte, man müsse immer Freude am Sport hat. Das gelte für ihn in der Formel 1 und auch für die deutschen Fußball-Nationalspieler.

Sportliche Fahrweise

Bundestrainer Joachim Löw sitzt am Steuer eines Autos (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Löw: Auf den Fahrersitz muss er erstmal verzichten

Und am Rande der ganzen, gut gemeinten Ratschläge kam bei der Pressekonferenz auch zur Sprache, dass Löw seinen Führerschein wegen zu vieler Punkte in Flensburg für sechs Monate abgeben musste. Bierhoff nahm die Meldung mit Humor. "Wir werden mit unserem Generalsponsor sprechen, dass man Jogi nur noch Autos gibt, die tempolimitiert sind", sagte der Teammanager und ergänzte: "Wir wollen immer Vorbild sein, aber wir sind auch Menschen. Ich sehe keine Gefahr, dass Jogi jetzt als Raser gilt. Er fährt immer sehr vorsichtig, aber er ist das ganze Jahr auf Autobahn unterwegs und fährt viele Kilometer von Freiburg aus. Da passiert so etwas schon mal eher."

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock erklärte: "Joachim Löw hat uns bereits vor einiger Zeit darüber informiert, dass er den Führerschein abgeben musste. Wir wissen, dass sich Jogi selbst am meisten darüber ärgert." Allzuviel Zeit bleibt Löw dazu allerdings nicht, zumindest nicht in Südtirol. Noch bis Samstag bleibt das deutsche Team dort, am Sonntag (01.06.2014) bestreitet die DFB-Auswahl dann in Mönchengladbach gegen WM-Teilnehmer Kamerun ihr vorletztes Testländerspiel vor der Abreise nach Brasilien am 7. Juni.

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