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Abholzung im brasilianischen Amazonaswald steigt wieder an

Die Zerstörung des brasilianischen Regenwaldes hat wieder deutlich zugenommen. 5843 Quadratkilometer Regenwald gingen im vergangenen Jahr verloren. Ein "Verbrechen" meint die Regierung in Brasilia.

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Regenwald-Abholzung im Amazonas-Becken

Umweltministerin Izabella Teixeira macht illegale Abholzungen für den immensen Verlust verantwortlich. Vor Journalisten in Brasilia sagte sie, es sei nicht hinnehmbar, dass illegale Rodungen zu einer Zunahme der Abholzung in Brasilien führten. Dagegen machen Umweltschützer unter anderem die 2012 verabschiedete Novelle des Waldgesetzes für den zunehmenden Waldverlust verantwortlich.

Es sieht eine Amnestie für landwirtschaftliche Produzenten vor, die vor 2008 einstige Naturschutzgebiete urbar machten. Vor allem die Ausbreitung von Sojapflanzungen und Rinderzucht werden für die Verringerung des Waldbestands im Amazonasgebiet verantwortlich gemacht.

Bagger verlädt Urwaldbäume (Foto: imago/Photoshot/Balance)

Urwaldriesen am Ende: Für den Anbau von Soja werden zunehmend Wälder gerodet

Abholzungstendenz: steigend

Nach der jüngsten Erhebung des Nationalen Instituts für Raumforschung INPE ist die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet in den vergangenen zwölf Monaten um 28 Prozent gestiegen. Zwischen August 2012 und Juli 2013 wurden 5843 Quadratkilometer Wald gerodet. Im Vorjahreszeitraum war mit 4571 Quadratkilometern ein historischer Tiefststand der Urwaldrodung erreicht worden. Die Angaben beruhen auf Auswertungen von Satellitenaufnahmen.

Trotz des Anstiegs betonte Teixeira, dass dies die zweitniedrigste Rate seit Beginn der Aufzeichnungen 1988 sei. Die Umweltschutzorganisation WWF nannte die Zahlen eine "Quittung für die Aushöhlung des Umweltschutzes".

uh/dh (dpa,epd)

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