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Aktuell Welt

Abes Sieg lässt Kurse steigen

Die Börse in Tokio hat den Sieg der konservativen LDP bei der Unterhauswahl mit steigenden Notierungen gefeiert. Der designierte Premier Abe kündigte entschlossene Maßnahmen gegen die Wirschaftskrise an.

Der Nikkei-Index legte am Aktienmarkt in der japanischen Hauptstadt um bis zu 1,6 Prozent zu und erreichte den höchsten Stand seit acht Monaten. Die Landeswährung Yen gab gegenüber Dollar und Euro nach.

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Japan: Abe kehrt zur Macht zurück

Nach drei Jahren in der Opposition hat die Liberaldemokratische Partei LDP die Unterhauswahl am Sonntag klar gewonnen. Nach Zählungen japanischer Medien stellt sie 294 der insgesamt 480 Abgeordneten im Parlament. Zusammen mit ihrem traditionellen Bündnispartner Komeito kommt die LDP sogar auf eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Damit könnte die künftige Regierung Einsprüche aus dem Senat überstimmen.

Regelrecht abgestraft wurde vom Wähler die bisher regierende Demokratische Partei, DJP. Sie stürzt von bislang 230 Sitzen auf nur noch 57 Mandate ab. Viele Japaner nehmen der DJP übel, dass sie die Hoffnungen auf einen politischen Neuanfang nicht erfüllt hat. Der abgewählte Regierungschef Yoshihiko Noda ist als Parteichef der Demokraten umgehend zurückgetreten.

Neuer Ministerpräsident wird LDP-Chef Shinzo Abe (Artikelbild), der bereits 2006 und 2007 die Regierung in Tokio führte. Er kündigte nach dem Wahlsieg einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik an: "Die Wirtschaft hat sich in den vergangenen drei Jahren in einer schlechten Lage befunden - das zu ändern muss jetzt unsere Top-Priorität sein", sagte Abe in einem Fernsehinterview. Nach seinen Ankündigungen im Wahlkampf will Abe trotz der gigantischen Staatsverschuldung Japans die Rezession und Deflation mit höheren Ausgaben bekämpfen.

Eine härtere Gangart kündigte der konservative Politiker, der den Wahlkampf mit nationalistischen Tönen geführt hatte, auch im Territorialstreit um einige Inseln mit China an. Er werde das japanische "Territorium und unser schönes Meer" beschützen, sagte Abe. Die umstrittenen Senkaku-Inseln gehörten Japan. Abes Wahl zum Regierungschef findet voraussichtlich am 26. Dezember statt.

wl/rb (dpa, rtr, dapd)

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