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Wissen & Umwelt

Aber bitte bitter - Schokolade zum Fest

Weihnachten ohne Schokolade? Nicht denkbar. Und der Versuch, dem Süßen zu widerstehen, ist meistens zwecklos. Dabei hat Schokolade nicht nur viele Kalorien, sondern auch viele gute Seiten.

Ob Schokolade den Hormonspiegel hebt und gute Laune und Glück verbreitet, daran scheiden sich die Geister. Unterschiedliche Forscher versuchen, die Wirkung der braunen Süßigkeit zu erkunden. Sie testen zum Beispiel, welchen Einfluss Schokolade auf einzelne Körperfunktionen hat. Dabei können die Testpersonen sich nicht die Sorte aussuchen, die ihnen am besten schmeckt. Denn die Wissenschaft beschäftigt sich vor allem mit dunklen Sorten, also mit Zartbitter- oder Bitterschokolade.

Das Gute in der Schokolade

Blöcke von Bitterschokolade (Foto: SG #41294403)

Je dunkler die Schokolade, deso positiver die Wirkung

Mindestens 70 Prozent Kakaoanteil muss die Schokolade haben, um positiv auf den Körper wirken zu können. Das Geheimnis sind die Flavonoide in den Kakaobohnen. Diese Flavonoide sind Pflanzenfaserstoffe, die eine entzündungshemmende Wirkung haben. Sie regulieren die Blutfette, senken den Cholesterinspiegel und auch die Alterung sollen sie verlangsamen. "Es gibt durchaus wissenschaftliche Studien, die festgestellt haben, dass Inhaltsstoffe von Schokolade sich positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken können." Und Flavonoide hätten noch weitere, positive Eigenschaften, erklärt Angela Bechthold von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung weiter. "Sie beeinflussen das Immunsystem. Außerdem wirken sie positiv auf die Gefäßwände, denn sie verhindern, dass diese sich zu sehr verdicken. Das Blut kann besser durch die Gefäße fließen." Schokolade beugt also gewissermaßen Arteriosklerose - Arterienverkalkung - vor und ist gut gegen Schlaganfall.

Schafft Schokolade gute Laune?

Eines ist sicher: Schokolade beinhaltet den Hauptbaustein des Glückshormons Serotonin, die Aminosäure L-Tryptophan. Aber wie viel Schokolade braucht der Mensch, um glücklich zu werden? Die Antwort lautet: eine sehr große Menge. Mit einer Tafel ist es da nicht getan.

Mode aus Schokolade (Foto: Alexandra Beier/Getty Images)

Selbst Modecreationen gibt es aus Schokolade

Schokolade wird auch mit Belohnung in Verbindung gebracht wird. Denn schon als Kind gibt's ein Stück vom Glück, wenn man etwas gut gemacht hat. Das Gefühl, das dabei entsteht, kann mit dem Botenstoff Dopamin erklärt werden. Der ist sozusagen für das Belohnungssystem im Gehirn zuständig und wird bei Genuss ausgeschüttet.

Zu viel des Guten kann der Gesundheit aber auch schaden: "Dunkle Schokolade hat, wie jede andere Schokolade auch, einen hohen Gehalt an Fett und Zucker. Das heißt, wenn wir viel Schokolade essen, nehmen wir damit viel Kalorien auf und das kann dazu führen, dass man leichter Übergewicht bekommt", sagt Angela Bechthold.

Schokolade ist nicht nur zum Essen da

Beim Schokoladenkonsum liegt Deutschland mit etwa 11 Kilogramm pro Person pro Jahr auf Platz zwei. Den ersten Platz aber hält - wie könnte es anders sein - die Schweiz. Schließlich gilt die Alpenrepublik als das Schoko-Paradies schlechthin, sowohl wenn es um die Produktion geht als auch darum, wie viel seine Einwohner jährlich so verzehren: fast zwölf Kilogramm pro Person pro Jahr. Das muss aber keinesfalls bedeuten, dass alle Schweizer übergewichtig sind.

Körperfett hin oder her, Schokolade lässt sich auch ohne jegliche Kalorie konsumieren. So gibt es Modeschauen, bei denen jedes Kleidungsstück aus reiner Schokolade besteht. Für die Models heißt das: Sie sollten sich am besten nicht direkt unter einen Scheinwerfer stellen, und ein Cocktailkleid dürfte wohl kaum einen ganzen Abend lang seine Form behalten. Auch die Schönheitsindustrie hat Schokolade schon längst für sich entdeckt. Da gibt es die Gesichtsmaske aus Schokolade, ein Schokoladenbad kann man genießen oder eine Schokoladen-Massage. Ein Kosmetikstudio wirbt damit im Internet: 'Lassen Sie sich mit sanften Massagestrichen und warmer Schokolade verwöhnen. Sie werden feststellen, Schokolade schafft Lebensfreude und Genuss.'