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Asien

Abdullah will Föderalismus in Afghanistan

Er war bereits Außenminister, jetzt will er Präsident werden. Abdullah Abdullah ist der einzige ernstzunehmende Herausforderer von Amtsinhaber Hamid Karsai. Im DW-Interview erläutert er sein politisches Programm.

Abdullah Abdullah (Foto: DW)

Abdullah Abdullah

Wenn am 20. August in Afghanistan die erste Runde der Präsidentenwahl stattfindet, sind rund 17 Millionen Wahlberechtigte aufgefordert, sich für einen der 40 Kandidaten zu entscheiden. In Umfragen führt Amtsinhaber Hamid Karsai. Er kann danach mit 36 Prozent rechnen. Abdullah Abdullah folgt mit erheblichem Abstand als Zweiter und würde auf 20 Prozent der Stimmen kommen. Über seine Vorstellungen, wie Afghanistan gestaltet werden sollte, sprach Abdullah Abdullah mit DW-WORLD.DE.

Äußerungen über die soziale Lage in Afghanistan:

"Die zunehmende Armut und Arbeitslosigkeit sind Produkte einer ineffizienten Regierung; einer Regierung, die auf die Forderungen der Bevölkerung nicht eingegangen ist und die Wünsche des Volkes ignoriert hat."

Über die künftige politische Struktur des Landes:

Wahlplakate in Afghanistan (Foto: DW)

Wahlkampf in der afghanischen Provinz Bamiyan

"Wir sind überzeugt, dass dies der Wunsch der Bevölkerung Afghanistans ist, und schlagen deshalb in unserem Wahlprogramm eine Änderung des Präsidialsystems zu einem parlamentarischen und föderalen Regierungssystem vor. Darüberhinaus sehen wir als unsere Priorität, dass Gouverneure, Bezirkschefs und Bürgermeister direkt vom Volk gewählt werden."

Über die Außenbeziehungen Afghanistans:

"Die Verbesserung der Beziehungen Afghanistans zu seinen Nachbarstaaten ist von entscheidender Bedeutung. Inzwischen haben sich die Verhältnisse in den benachbarten Staaten zugunsten guter Beziehungen zu uns gewandelt."

Über die Sicherheitspolitik:

"Die Gewährleistung der Sicherheit gehört in die Verantwortung der afghanischen Sicherheitskräfte. Für diese Aufgabe benötigen wir Zeit. Wir müssen uns anstrengen, um schnell in die Lage versetzt zu werden, eigene Verantwortung zu übernehmen."

Interview: Said Samimy
Redaktion: Martin Muno