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Sport

Aalen ist wie Champions League

Nur noch zwölf Erstligisten sind nach dem Favoritensterben zum Auftakt in der zweiten Runde des DFB-Pokals dabei. Titelverteidiger Borussia Dortmund muss zum Zweitligisten VfR Aalen.

"Wir durften erleben, wie es sich in Berlin anfühlt. In diesem Wettbewerb streben wir nach dem Höchsten", sagt Jürgen Klopp vor dem Auftritt seiner Dortmunder Borussia beim Zweitligisten VfR Aalen. Aber vor einem weiteren Berliner Endspiel stehen noch mindestens vier Hürden. Die erste davon an diesem Dienstag in der schwäbischen Provinz. Und die Dortmunder sollten gewarnt sein, denn in der ersten Pokalrunde waren sechs Bundesligisten auf der Strecke geblieben - so viele, wie seit 25 Jahren nicht mehr. Wohl auch deshalb gibt Mittelfeldmann Ilkay Gündogan die Parole aus: "Wir tun gut daran, die Partie anzunehmen wie ein Champions League-Spiel."

Dortmunds ewiger Konkurrent Schalke 04 bekommt Besuch von einem anderen Zweitliga-Aufsteiger, ebenfalls aus Baden-Württemberg. Der SV Sandhausen fügt sich in seine Rolle als Außenseiter. "Schalke ist nach den Bayern im Moment die stärkste deutsche Mannschaft", sagte Trainer Gerd Dais noch vor der Abfahrt ins Ruhrgebiet. 52.000 Zuschauer werden zum Zweitrundenspiel in Gelsenkirchen erwartet - die größte Kulisse, vor der der SV Sandhausen je spielen durfte.

Gewissenskonflikt für Augsburgs Chef

Für Walther Seinsch wird das Cup-Gastspiel seines Fußball-Bundesligisten FC Augsburg am Dienstag bei Außenseiter Preußen Münster zu einem doppelten Pokal-Erlebnis. In Augsburg ist der in Telgte bei Münster lebende Seinsch Vorstandsvorsitzender - bei den Hausherren einfaches Mitglied. Seinsch geht im Münsterland übrigens fest von einem Sieg der Schwaben aus. "Der FCA gewinnt 2:0", sagt er - warnt aber zugleich: "Münster ist sehr gut drauf, hat ein Heimspiel und große Unterstützung von seinen Fans."

Der FSV Mainz 05 empfängt den Zweitligisten Erzgebirge Aue. FSV-Trainer Thomas Tuchel weist dabei gerne auf den Klassenunterschied hin: "Wir sind in der Pflicht, wir müssen die Initiative übernehmen."

Bayern-Niederlage: Ausrutscher oder Beginn einer Krise?

Jerome Boateng liegt auf dem Rasen, Claudio Pizarro geht mit gesenktem Kopf vorbei (Bild: Getty Images)

Die Bayern-Profis wollen nach der Bundesliga-Pleite gegen Leverkusen gegen Kaiserslautern wieder auferstehen

Der FC Bayern München ist dann am Mittwoch gegen den 1. FC Kaiserslautern dran. Nationalspieler Holger Badstuber wird gegen den Bundesliga-Absteiger fehlen. Er hat sich am Sonntag bei der ersten Saisonniederlage gegen Bayer Leverkusen eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Die Partie gegen den FCK könnte auch einen Hinweis auf die mentale Verfassung der Bayern geben. Bekommen sie, wie schon im letzten November nach einem Traumstart das große Flattern? Oder war Leverkusen nur ein Ausrutscher? "Wir müssen das gleich korrigieren", fordert der wieder genesene Arjen Robben, und stellt klar, dass die Partie gegen den Zweitligisten kein Selbstläufer wird: "Die haben nichts zu verlieren - und wir alles."

In Wolfsburg sitzt Lorenz-Günther Köstner auch im Pokalspiel gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt auf der Bank. Ob der Vorstand nach der Magath-Entlassung vergangene Woche nun händeringend nach einem Trainer-Nachfolger sucht oder weiter auf die Interimslösung setzt, wurde nach außen nicht bekannt. Aber denkbar ist durchaus, dass der Notnagel Köstner auch am Pokalergebnis gegen die "kleinen" Frankfurter gemessen wird. In der Bundesliga hatte es ja am Samstag beim 4:1 gegen Düsseldorf richtig gut geklappt.

Ein einziges Bundesliga-Duell gibt es in dieser zweiten Runde, und das ist sogar ein Derby: Mönchengladbach und Düsseldorf sind nur durch zehn Kilometer und den Rhein getrennt, und auch in der Bundesliga-Tabelle liegen die beiden momentan nur zwei Punkte auseinander. Der Trend allerdings ist eindeutig: Während es mit dem Aufsteiger Düsseldorf nach famosem Start langsam abwärts geht, haben sich die Borussen nach schwachem Beginn gefangen, finden sich auf Platz neun wieder. Gut möglich, dass man sich in Düsseldorf im drohenden Abstiegskampf nicht mit unnötigem Pokal-Ballast abgeben möchte... .

Pokal als lukrativer Nebenerwerb

Der Pokal ist übrigens inzwischen auch wirtschaftlich durchaus attraktiv: Allein aus der Zentralvermarktung erhalten die Heimvereine in der zweiten Runde 255.216 Euro, die Gastclubs 234.477 Euro. Hinzu kommen die Zuschauereinnahmen. Noch lukrativer wird das einzige Bundesliga-Duell für die Clubs Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach am Mittwoch. Die Live-Übertragung der Partie im Free TV beschert beiden Clubs weitere sechsstellige Erlöse. Im Achtelfinale, das am Sonntag (04.11.2012) ausgelost wird, winken allen Clubs mindestens weitere 500.000 Euro.

Alle Paarungen der 2. DFB-Pokalrunde:

BUNDESLIGA - BUNDESLIGA

Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach (Mi., 20.30 Uhr)

BUNDESLIGA - 2. BUNDESLIGA

Eintracht Braunschweig - SC Freiburg (Di., 19.00 Uhr)

VfR Aalen - Borussia Dortmund

Schalke 04 - SV Sandhausen

FSV Mainz 05 - Erzgebirge Aue (alle Di., 20.30 Uhr)

VfB Stuttgart - FC St. Pauli  (Mi., 19.00 Uhr)

Bayern München - 1. FC Kaiserslautern

Hannover 96 - Dynamo Dresden

VfL Wolfsburg - FSV Frankfurt (alle Mi., 20.30 Uhr)

BUNDESLIGA - 3. LIGA

Preußen Münster - FC Augsburg (Di., 19.00 Uhr)

Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen (Mi., 19.00 Uhr)

2. BUNDESLIGA - 3. LIGA

Karlsruher SC - MSV Duisburg

Kickers Offenbach - Union Berlin (beide Mi., 19.00 Uhr)

2. BUNDESLIGA - AMATEURE

Berliner AK 07 - 1860 München

Wormatia Worms - 1. FC Köln  (beide Di., 19.00 Uhr)

TSV Havelse - VfL Bochum (Di., 20.30 Uhr)

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