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Kultur

Aachener Friedenspreis geht an Friedensdorf und Kinderzirkus

Der Aachener Friedenspreis 2007 ist am Samstag an das kolumbianische Friedensdorf "San José de Apartadó" und den Aachener Kinderzirkus Pinocchio verliehen worden. "So unterschiedlich die Herkunft der beiden Preisträger auch sein mag: Es ist der unbedingte Widerstand gegen jede Form des Krieges, der sie in ihrem Tun motiviert", sagte Misereor-Geschäftsführer Thomas Antkowiak in seiner Laudatio zur Preisverleihung am Antikriegstag in Aachen. Preisträger Jupp Steinbusch (64) zieht mit seinem Kinderzirkus Pinocchio seit 1996 in den Sommerferien ehrenamtlich durch die ehemaligen Kriegsgebiete auf dem Balkan. Unter dem Motto "Tränen, die du lachst, brauchst du nicht zu weinen" übt der ehemalige Sozialarbeiter mit den Kindern auch ehemals verfeindeter Volksgruppen Zirkusauftritte ein. Die Gründung der ebenfalls ausgezeichneten Friedensgemeinde "San José de Apartadó" vor zehn Jahren in Kolumbien sei ein Akt des Widerstandes der Bauern gegen Vertreibung und Flucht gewesen, erläuterte Ottmar Steinbicker, Vorsitzender des Friedenspreis- Vereins, in seiner Ansprache. Die 1300 Bewohner des Dorfes hätten sich in dem von blutigen Kämpfen zwischen Militär, Banden und Guerilla heimgesuchten Land zum "neutralen Dorf" erklärt. Dennoch seien seitdem 170 Einwohner gefoltert und ermordet worden.