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Kultur

A. Michael Spence

Michael Spence bekam den Nobelpreis im Bereich der Wirtschaftswissenschaften im Jahr 2001 für die Forschung über Information und Märkte. Der Forscher ist seit dem Nobelpreis vorsichtiger geworden mit dem was er sagt.

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Wie haben Sie von Ihrem Nobelpreis 2001 erfahren und wo waren Sie da gerade?

Ich war auf Hawaii - in einer anderen Zeitzone mit einem Unterschied von ungefähr drei Stunden. Ein Freund hatte die Nachricht im Internet gesehen und rief mich mitten in der Nacht an. Es war eine totale Überraschung.

Und was geschah dann?

Wir standen auf und überlegten, was man jetzt wohl tun sollte. Dann riefen die Journalisten an und so weiter und sofort.

Was hat Ihnen die Auszeichnung persönlich gebracht?

Man muss jetzt ein bisschen vorsichtiger sein. Denn die Leute hören genau zu, was man sagt. Einer meiner Kollegen gab mir einen guten Rat: "Mike, wenn die Leute dir Fragen stellen zu Dingen, von denen du absolut keine Ahnung hast, dann sag einfach: Ich weiß es nicht."

Hatte der Nobelpreis auch negative Auswirkungen?

Nein. Ich meine, natürlich steht man jetzt verstärkt in der Öffentlichkeit. Aber das sehe ich nicht negativ. Natürlich muss ich sehr viel Verantwortung übernehmen, aber ich denke, dass ist ein geringer Preis für die Ehre, die mir zuteil wurde.

Was haben Sie mit dem Preisgeld gemacht?

Ich war gerade dabei, eine kleine Stiftung aufzubauen, eine Art Fonds für karitative Zwecke. Mit dem Preisgeld konnte ich einige Projekte unterstützen. Das meiste Geld habe ich dafür ausgegeben.

Welches Schulfach mochten Sie gar nicht?

Da habe ich gar keine Antwort darauf. Ich mochte eigentlich alles.

Fanden Sie auch Sport gut?

Ich bin in Kanada aufgewachsen, also spielte ich natürlich Eishockey. Während meiner Studienzeit spielte ich für die Princeton Universität. Ich liebe Sport.

In welcher anderen akademischen Disziplin würden Sie gerne forschen?

Ich bin wahrscheinlich ein bisschen zu alt dafür, aber es wird sehr aufregende Arbeit von jungen Leuten in politischer Ökonomie gemacht, die eine Mischung ist aus Politik- und Wirtschaftswissenschaft, die meiner Meinung nach schrecklich wichtig ist. Also, wenn ich ein bisschen jünger wäre und kreativer und so weiter, würde ich wahrscheinlich in diesen Bereich gehen.

Was sind die größten Herausforderungen, vor der die Menschheit steht?

Es gibt viele Herausforderungen: die Erderwärmung, die schwindenden Rohstoffquellen und das Wachstum der Entwicklungsländer.

Was ist Ihre Lösung für diese Probleme?

Wir müssen Wege finden, mit diesen Problemen auf einer multinationalen Basis umzugehen - mit einem effektiven Apparat. Es gibt aber auch vieles im Bereich der Innenpolitik zu tun. Aber ich glaube nicht, dass jemand nur eine Lösung hat. Ich glaube, man braucht viele clevere Leute - junge Leute und man braucht auch ein angemessenes Maß an Zeit, um Strukturen neu zu entwickeln. Es ist eine Herausforderung.

Ist die Welt noch zu retten?

Ja, sicher. Ich bin in diesem Punkt überhaupt nicht pessimistisch. Ich denke, dass man diese Herausforderungen in den Griff bekommen kann, wenn man kluge und kollektive Entscheidungen trifft. Preise und Kosten können ein wirkungsvoller Ansporn sein, um das Verhalten von Menschen zu ändern. Das sehen wir jetzt schon. Also, ich bin eigentlich ziemlich optimistisch, auch wenn eine große Herausforderung vor uns liegt.

Was tun Sie persönlich, um die Welt besser zu machen?

Ich war viele Jahre Vorsitzender einer Kommission für Wachstum und Entwicklung. Ich habe mich sehr mit den Entwicklungsländern und ihren Wachstumsstrategien und -herausforderungen beschäftigt. Dabei habe ich stets versucht, die Welt durch ihre Augen zu sehen, denn ich denke, diese Perspektive ist wichtig, wenn man versucht, eine größere Gruppe einflussreicher Menschen zur Diskussion über die Steuerung globaler Wirtschaft zusammenzubringen.

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