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Nachrichten

9.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist die Militärpolizei mit Gewalt gegen Hunderte Demonstranten auf dem Tahrir-Platz vorgegangen. Mindestens zwei Menschen starben nach Angaben von Ärzten an Schussverletzungen. Die Armee erklärte dagegen, sie habe keine scharfe Munition eingesetzt. Zahlreiche Menschen sollen festgenommen worden sein. Nach dem Freitagsgebet waren in Kairo Zehntausende auf die Straße gegangen. Sie forderten die Strafverfolgung des im Februar gestürzten Präsidenten Husni Mubarak und warfen dem regierenden Militärrat vor, zu langsam gegen Korruption aus der Ära Mubaraks vorzugehen. Die Protestaktionen hielten in der Nacht zum Samstag an.

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Nach den blutigen Ausschreitungen in Syrien haben Menschenrechtsaktivisten zu täglichen Protesten gegen die autoritäre Führung unter Präsident Baschar al-Assad aufgerufen. Entsprechende Schreiben wurden über soziale Netzwerke im Internet verbreitet. Am Freitag gingen trotz eines harten Vorgehens der Sicherheitskräfte landesweit Zehntausende Menschen auf die Straße und forderten Freiheit und demokratische Reformen. Laut Augenzeugen und Berichten von Ärzten wurden mindestens 32 Menschen getötet, die meisten in der Stadt Daraa, dem Zentrum der Protestbewegung. - US-Präsident Barack Obama verurteilte das gewaltsame Vorgehen und erklärte, es sei an der Zeit, dass Assad die Repression beende und auf das Volk höre. Assad hat das Präsidentenamt vor elf Jahren von seinem Vater übernommen.

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Im festgefahrenen Libyen-Konflikt will die Afrikanische Union (AU) einen Waffenstillstand aushandeln. Eine hochrangige AU-Delegation werde dazu am Sonntag sowohl mit Machthaber Muammar al-Gaddafi als auch Rebellenvertretern in Bengasi zusammentreffen. Ziel sei, eine sofortige Feuerpause zu vereinbaren und einen politischen Dialog zwischen den Kriegsparteien in Gang zu bringen, sagte ein Sprecher des südafrikanischen Außenministeriums. Libysche Regierungstruppen beschossen Stellungen der Aufständischen westlich der Stadt Adschdabija und zwangen die Rebellen erneut zum Rückzug.

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Israel und die Hamas haben sich die schwersten Kämpfe seit ihrem Krieg vor zwei Jahren geliefert. Israelische Kampfflugzeuge griffen Ziele im Gazastreifen an und töteten vier Kämpfer der Radikalislamisten. Milizionäre feuerten vom Gazastreifen aus 17 Raketen mit großer Reichweite und mehrere Granaten auf israelisches Gebiet ab. Dabei wurde aber offenbar niemand verletzt. Die Hamas-Führung erklärte, sie werde ihren Beschuss ausweiten, wenn Israel seine Angriffe fortsetze. Auslöser der neuen Eskalation war ein Raketenangriff auf einen israelischen Schulbus, bei dem Donnerstag zwei Menschen verletzt worden waren. Auf palästinensischer Seite wurden bei Vergeltungsschlägen Israels seitdem elf Kämpfer, ein Polizist der Hamas und sechs Zivilisten getötet.

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Die Europäische Union hat einen Teil ihrer Sanktionen gegen die Republik Elfenbeinküste aufgehoben. Damit sollten die legitimen Kräfte der Regierung von Präsident Alassane Ouattara gestärkt werden, hieß es in einer Mitteilung des Ministerrates in Brüssel. Die Häfen von Abidjan und San Pedro, eine Raffinerie und die Behörde für den Kakaoexport wurden von einer Liste von Unternehmen genommen, deren Vermögen in der EU bisher eingefroren waren. Der von der internationalen Gemeinschaft als Wahlsieger in der Elfenbeinküste anerkannte Ouattara hatte um eine Aufhebung der Sanktionen gebeten, um die Wirtschaft des westafrikanischen Landes nach monatelangem blutigen Machtkonflikt wieder aufzubauen. Andere Sanktionen gegen den abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo und dessen Vertraute - beispielsweise Einreiseverbote und das Einfrieren von Konten - bleiben in Kraft.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonnenschein. Im Norden und Osten einige Wolken. Höchsttemperaturen zwischen elf Grad auf den Inseln und 21 Grad im Süden und Südwesten. Die weiteren Aussichten: Auch am Sonntag freundliches Hochdruckwetter mit Höchstwerten bis 23 Grad.

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