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Aktuell Welt

74 Tote bei Überschwemmungen in Afghanistan

In der Provinz Baghlan im afghanischen Norden hat heftiger Regen viele Flüsse zu reißenden Fluten werden lassen. Bei den Überschwemmungen starben mindestens 74 Menschen, Tausende mussten ihre Häuser verlassen.

Erst vor wenigen Wochen starben mehrere Hundert Menschen durch eine Schlammlawine in Afghanistan, jetzt haben heftige Niederschläge wieder zu vielen Toten geführt. In der abgelegenen Provinz Baghlan traten Flüsse über die Ufer und überspülten mehrere Dörfer der Bergregion Gusirga i-Nur. Ein Polizeisprecher sagte, bisher seien 74 Leichen gefunden worden. Angehörige suchten weiter nach Vermissten.

Rund 2000 Häuser sollen zerstört worden und, tausende Menschen auf der Flucht in sicherere Gebiete sein. Die Überlebenden hätten alles verloren, "ihre Häuser, ihren Besitz, ihre Felder und Tiere", berichtete ein Polizeisprecher, "sie haben nichts, nicht einmal mehr Trinkwasser". Ein Vertreter des afghanischen Katastrophenschutzes kündigte rasche Hilfe an.

Gefährlicher Frühjahrsregen in den Bergen

Erst Anfang Mai hatte eine Schlammlawine im Nordosten Afghanistan mehrere Hundert Menschen in den Tod gerissen. Damals war das Dorf Ab-e-Barik in der Provinz Badachschan für etwa 300 Familien zum Massengrab geworden. Die Zahlen über die Todesopfer schwanken, die örtlichen Behörden in Afghanistan gehen von mehr als 2000 Toten aus.

Karte mit der afghanischen Provinz Baghlan (Foto: DW-grafik)

Das Kathastrophengebiet liegt im Nordosten des Landes

In der Region hatte es wie jeden Frühling tagelang stark geregnet. Die heftigen Niederschläge verursachen im bergigen Norden und Nordosten Afghanistans immer wieder schwere Überschwemmungen und Schlammlawinen. Die in den Bergregionen üblichen Lehmhütten bieten nur wenig Schutz.

cw/kle (dpa, afp)