1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

6.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach dem tagelangen Auslaufen von stark radioaktiv verseuchtem Wasser ist das Leck an einer Leitung des japanischen Atomkraftwerks Fukushima geschlossen worden. Dank des Einsatzes von Flüssigglas dringe kein Wasser mehr aus der Leitung des Reaktors Zwei, teilte die Betreiberfirma Tepco mit. Endgültige Entwarnung könne allerdings noch nicht gegeben werden, sagte der japanische Regierungssprecher Yukio Edano. Es werde weiter schwach radioaktives Wasser in den Pazifik geleitet, um den Platz für stärker belastetes Wasser zu schaffen. Die Arbeiten in Fukushima gehen unterdessen auf anderer Ebene weiter. Nach Angabe des Tepco-Sprechers Junichi Matsumoto ist für den weiteren Tagesverlauf geplant, Stickstoff in mehrere beschädigte Reaktoren einzuführen. Damit sollen Wasserstoffexplosionen verhindert werden, wie sie sich in den ersten Tagen der Katastrophe ereignet hatten.

***

Ein Anführer der Truppen der libyschen Opposition hat die NATO scharf kritisiert. Die Streitkräfte des Bündnisses täten nichts, obwohl die Vereinten Nationen ihnen das Recht zu Handeln gegeben hätten, sagte Abdel Fattah Junis. Seiner Ansicht nach ist das System der NATO zu bürokratisch. Dadurch brauche die Organisation Stunden, um auf Ereignisse auf dem Schlachtfeld zu reagieren. Hätte die NATO den Willen dazu, hätte sie die von Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi belagerte Stadt Misrata schon vor Wochen befreien können, sagte Junis. - Der Ölhafen Brega bleibt weiter zwischen Gaddafi-Truppen und Aufständischen umkämpft. Nach Einschätzung der NATO wurde durch die internationalen Luftangriffe bislang ein Drittel der Gaddafi-Streitmacht zerstört.

***

Im blutigen Machtkampf in der Elfenbeinküste hat der vor Monaten abgewählte Präsident, Laurent Gbagbo, einen Rücktritt abgelehnt. Gleichzeitig wies er die Forderung Frankreichs kategorisch zurück, den Wahlsieg seiner Kontrahenten Alassane Ouattara anzuerkennen. In einem Telefoninterview des französischen Senders LCI erklärte Gbagbo, er denke nicht daran, Ouattaras Wahlsieg anzuerkennen. Wahlsieger Ouattara und seine Truppen haben Gbagbo und seine letzten Getreuen inzwischen nach blutigen Kämpfen in der Präsidentenresidenz in Abidjan eingekesselt. Gbagbo soll sich in einem Bunker unter seiner Residenz verschanzt haben.

***

Im Haushaltsstreit im US-Kongress sind die Fronten weiter verhärtet. Die oppositionellen Republikaner und die Demokraten im Weißen Haus von Präsident Barack Obama konnten sich bei einem Treffen nicht auf einen Kompromiss einigen. Die Zeit drängt: Verabschieden Repräsentantenhaus und Senat bis Freitag um Mitternacht kein neues Budgetgesetz, müssen mehrere Behörden schließen. Bei dem Streit geht es um das riesige Defizit im laufenden US-Haushalt von 1,65 Billionen Dollar.

***

In Mailand muss sich Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi ab diesem Mittwoch erneut vor Gericht verantworten. In dem Verfahren geht es um Begünstigung der Prostitution von Minderjährigen und den Vorwurf des Amtsmissbrauchs. Berlusconi soll unter anderem im vergangenen Jahr eine damals minderjährige Marokkanerin bei Partys in seiner Villa für Sex bezahlt haben. Der 74-Jährige Ministerpräsident bestreitet die Vorwürfe. Allein für den mutmaßlichen Amtsmissbrauch drohen Berlusconi, gegen den noch weitere Verfahren laufen, bis zu zwölf Jahre Haft.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In Sachsen, Thüringen und Franken viele Wolken, nordöstlich der Elbe auch Regen. Im Südwesten freundlicher und bei zeitweiligem Sonnenschein trocken. An der Nordsee bleibt es mit zehn Grad vergleichsweise kühl, am Rhein steigen die Tageswerte auf bis zu 24 Grad.

Die Redaktion empfiehlt