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Filme

52. Filmfestival Karlovy Vary beginnt

Karlovy Vary ist eines der ältesten Filmfestivals der Welt. Vier deutsche Co-Produktionen laufen in diesem Jahr im tschechischen Karlsbad im Wettbewerb. Eröffnet wird das Festival von einer US-Indie-Produktion.

Das Festival in der tschechischen Stadt Karlovy Vary (Karlsbad), gehört zu den 15 A-Festivals weltweit. Es steht auf einer Stufe mit den Veranstaltungen in Cannes, Venedig und Berlin. Doch das Festival, das es seit dem Jahre 1946 gibt und das damit zu den ältesten weltweit gehört, lenkt sein besonderes Augenmerk natürlich auf Produktionen aus Mittel- und Osteuropa.

Präsentiert werden aber auch Filme aus aller Welt, aus den USA und Asien vor allem. Darüber hinaus bemüht sich Karlovy Vary um die reiche Filmtradition der Tschechischen und Slowakischen Republik.

Vier deutsche Co-Produktionen im Wettbewerb

Die Nähe zum Nachbarland Deutschland zeigt sich bei der 52. Festivalausgabe in diesem Jahr (30.6.-8.7.2017) besonders deutlich im Wettbewerb, in dem zwölf Filme um den Hauptpreis, einen Kristall-Globus, konkurrieren. Allein vier deutsche Co-Produktionen sind vertreten.

Pferdekutsche vor dem Grandhotel Pupp in Karlovy Vary (picture alliance/DUMONT Bildarchiv)

Filme gucken im altehrwürdigen Karlsbad

Die Regisseure dürften hierzulande allerdings weniger bekannt sein. Boris Khlebnikov kommt aus Russland, Ofir Raul Graizer aus Israel, George Ovashvili ist gebürtiger Georgier und Alen Drljevic wurde in Bosnien geboren. Die finanziellen Beteiligungen stehen somit auch für den inzwischen globalisierten Kinobetrieb. 

Eröffnet wird das Festival mit dem US-amerikanischen Independent-Film "The Big Sick" von Regisseur Michael Showalter, in dem es in komödiantischer Form um einen Zusammenprall der Kulturen geht. Ein in Pakistan geborener Einwanderer und eine Amerikanerin gehen eine Beziehung ein - was auf allerlei interkulturelle Schwierigkeiten stößt.

Auch Hollywood ist in Karlovy Vary vertreten

Geehrt wird zu Beginn des Festivals der Hollywood-Komponist James Newton Howard, der für seine außerordentlichen Verdienste um das Weltkino den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhält. Howard wurde mit Kompositionen für Filme wie "Die Tribute von Panem" oder "Pretty Woman" weltberühmt. Weitere Ehrenpreise gehen in diesem Jahr an den britischen Regisseur Ken Loach und dessen langjährigen Autor Paul Laverty sowie an die Hollywood-Schauspieler Uma Thurman und Jeremy Renner.

Regisseur Vaclav Vorlicek (picture alliance/dpa/CTK/J. Horazny)

Mit Märchenfilmen errang er Weltruhm: Václav Vorlíček

Und dann wird bei der 52. Ausgabe des Festivals noch ein Altmeister des tschechischen Films im Mittelpunkt stehen: Václav Vorlíček. Der 1930 geborene Veteran des Märchenfilms wurde mit Klassikern wie "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (1973) und "Wie man Dornröschen wachküsst" (1977) in Zeiten des Eisernen Vorhangs auch im Westen bekannt. Václav Vorlíček wird am kommenden Donnerstag mit dem "President's Award" des Festivals ausgezeichnet.

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