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Aktuell Asien

500 Tote durch Hitzewelle in Pakistan

Der Hitze im Süden Pakistans sind Hunderte weitere Menschen zum Opfer gefallen. Besonders schwer betroffen ist die Hafenstadt Karachi, dort erreichten die Temperaturen 45 Grad im Schatten.

Es ist der dritte Tag in Folge, an dem die Menschen in der Provinz Sindh im Süden von Pakistan unter der extremen Hitze leiden. Seit Beginn des Fastenmonats Ramadan am Freitag erlagen mittlerweile mindestens 500 Menschen den hohen Temperaturen, nach anderen Zählungen waren es 700 Tote. Besonders viele Todesopfer gibt es in der Stadt Karachi zu beklagen. Die meisten Opfer hier starben nach Angaben von Ärzten an Hitzeschlägen. Besonders gefährdet sind demnach die vielen Armen in der 20 Millionen Einwohner zählenden Metropole.

Stromausfälle und stockende Wasserversorgung

Zwar hatte Pakistans Ministerpräsident Nawaz Sharif die Stromversorger gewarnt, dass er während des Fastenmonats Ramadan keine Stromsperren dulden werde, dennoch gibt es immer wieder Stromausfälle. Dadurch arbeiten die Pumpen für die Wasserversorgung nur unregelmäßig, was die Hitze noch unerträglicher macht. Hinzu kommt, dass die Gläubigen während des Fastenmonats von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts essen oder trinken. Weil ein großer Teil der Bevölkerung deswegen zur selben Zeit am Abend kocht, wird das Stromnetz zusätzlich belastet.

Uni-Examen verschoben

Die vielen Hitzetoten in Karachi sprengen mittlerweile die Kapazitäten in der Leichenhalle der größten pakistanischen Wohlfahrtsorganisation, Edhi. Die Provinzregierung hat für alle Krankenhäuser den Notstand ausgerufen. Urlaubstage für Ärzte und Pflegepersonal wurden gestrichen und die Arzneimittelvorräte aufgestockt. Auch die Universität der Hafenstadt hat auf die große Hitze reagiert und alle Examen vorsorglich um mindestens einen Monat verschoben.

Tausende Hitzetote in Indien

Heißer war es bisher nur einmal in Pakistan: 47 Grad zeigten die Thermometer im Rekordhitzejahr 1979. Hoffnung macht den Menschen in Pakistan nun die Ankündigung des Wetterdienstes: Er teilte mit, dass die Temperaturen in den kommenden Tagen wieder sinken dürften. Im Nachbarland Indien hatte es im Mai eine Hitzewelle gegeben, in deren Verlauf mehr als 2300 Tote gemeldet wurden.

cw/mak (dpae, afp)