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Aktuell Kultur

50 Mumien im Tal der Könige entdeckt

Im Tal der Könige in Ägypten haben Forscher der Universität Basel mehr als fünfzig Mumien entdeckt. Rund 30 Personen konnten bereits identifiziert werden. Das Grab könnte aus der Zeit der 18. Dynastie stammen.

Seit drei Jahren graben Ägyptologen der Universität Basel im Rahmen des University of Basel Kings‘ Valley Project an der Grabanlage KV 40 im Tal der Könige bei Luxor. Die Schweizer Forscher gehen davon aus, das in dem Grab die Überreste zahlreicher Prinzen und Prinzessinnen liegen. Das Grab könnte in die Zeit der 18. Dynastie fallen, die von 1550 bis 1292 v. Chr. am Nil herrschte, teilte das Antikenministerium in Kairo mit. Der Fund ist deshalb spektakulär, weil das Tal der Könige bereits als sehr gut erforscht gilt.

Mumifizierte Überreste von Prinzen und Prinzessinnen

Ägyptologen identifizieren Grab der Königskinder

Innenraum der entdeckten Grabstätte

Neben den mumifizierten Überresten von mehr als 50 Personen fand das Forscherteam zahlreiche Grabbeigaben, darunter auch Gefäße aus Keramik, mittels derer mehr als 30 Personen bereits identifiziert werden konnten. Die Inschriften weisen auf Königssöhne und -töchter der Pharaonen Thutmosis IV. und Amenhotep III. hin, die ebenfalls im Tal der Könige bestattet wurden.

Es wurden sowohl mumifizierte Erwachsene als auch mumifizierte Kinder und Neugeborene gefunden. Die Ägyptologin Susanne Bickel, die das Forschungsprojekt der Universität Basel leitet, vermutet, dass die Mitglieder des königlichen Haushalts über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten in diesem Grab beigesetzt worden seien.

Viele Grabbeigaben trotz vorheriger Plünderungen

Ägyptologen identifizieren Grab der Königskinder

Abschnitt des vom Baseler Forscherteam untersuchten Tals der Könige bei Luxor

Die ausgebrannten Räume geben einen Hinweis darauf, dass Grabräuber schon in der Antike und vermutlich auch im 19. Jahrhundert die Grabstätte geplündert haben.

Trotzdem fanden die Forscher der Universität Basel auch Sarg- und Stoffreste, Totenmasken, Gefäße und Fragmente von Särgen in der ägyptischen Grabanlage.

rey/ag (AFP/ Universität Basel)