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High Five

5 Tiere, von denen Sie nie denken würden, dass sie eine enge Beziehung zu großen Stars haben

John Lennon als Tarantel, Boris Becker als Meeresschnecke, Prinz Charles als Frosch. Wenn Forscher neue Tierarten entdecken, geht bei der Namensgebung manchmal die Phantasie mit ihnen durch.

"Bumba lennoni" geriet 2005 im brasilianischen Regenwald das erste Mal in den Kescher eines Forschers. Die haarige Tarantel war zuvor gänzlich unbekannt und daher namenlos. Der Biologe benannte sie nach dem wohl bekanntesten Beatle John Lennon. Warum? Weil er es kann.

Nomenklatur mit künstlerischer Freiheit

Denn wenn Biologen nach oft langer akribischer Forschungsarbeit auf eine neue Pflanzen- oder Tierart stoßen, dann dürfen sie den Namen selbst aussuchen. Die binäre Nomenklatur, die der schwedische Naturforscher Carl von Linné einst erdachte, schreibt lediglich eine strenge Reihenfolge bei der Benennung neuer Arten vor. So kommt bei der Klassifizierung erst die Gattung in Großbuchstaben, dann die Art in kleinen Lettern. Quasi wie ein Vor- und Nachname. Doch bei der eigentlichen Namensgebung gibt es erstaunlich viel künstlerische Freiheit.

Von Fachmagazinen in die Schlagzeilen

Früher gaben Forscher ihren Entdeckungen gerne Namen anderer großer Wissenschaftler. Inzwischen stehen auch Prominente Pate. So heißt etwa eine 1996 entdeckte Meeresschnecke "Bufonaria borisbeckeri" - benannt nach dem ehemaligen deutschen Tennisprofi. Ein gepunkteter ecuadorianischer Frosch wurde 2012 nach Prinz Charles auf den poetischen Namen "Hyloscirtus princecharlesi" getauft. Und eine neu entdeckte afrikanische Prachtlibelle hört seit Dezember 2015 auf den Namen "Umma gumma", nach dem gleichnamigen Album von Pink Floyd.

Ganz ohne Hintergedanken sind diese schillernden Namen wohl nicht gewählt. Denn die meisten tierischen Neuentdeckungen sind eher unscheinbarer Natur und werden höchstens in Fachmagazinen veröffentlicht. Ein fossiler Specht namens Mandela oder eben eine Tarantel namens Lennon kommt dagegen fast ganz von selbst in die Schlagzeilen.

Millionen unentdeckter Tierarten

Welche Tiere ebenfalls einen prominenten Namenspatron besitzen, das erfahren Sie in unserem Ranking. Übrigens schätzen Forscher, dass es weltweit noch Millionen unentdeckter Tierarten gibt - genug also für alle.

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