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High Five

5 europäische Musiker, von denen Sie wahrscheinlich nicht gedacht hätten, dass sie auch als Maler aktiv sind

Manchen Künstlern scheint es nicht auszureichen, nur auf einem Gebiet kreativ zu sein. Viele Musiker etwa widmen sich auch der Malerei, oft mit beachtlichem Erfolg. Einer davon ist der Ex-Beatle Paul McCartney.

Den Promibonus wollte er nie. Dass Menschen seine Bilder nur wegen des Namens mögen, ist keine schöne Vorstellung für Paul McCartney. So selbstbewusst der Ex-Beatle sich selbst und seine Musik vermarktete, so zurückhaltend war er mit seiner zweiten großen Leidenschaft, der Kunst. Und so entstand ein großer Teil seiner Gemälde jahrelang im Verborgenen.

Kunst im Keller

Das Interesse an der Malerei war bereits seit der Kindheit da. Schon mit 11 Jahren soll McCartney an der Schule einen Kunstpreis erhalten haben. Doch erst 1983, da war er schon 41, begann er regelmäßig den Pinsel zu schwingen. Es heißt, der amerikanische Maler Willem de Kooning, ein Freund und bekannter Expressionist, soll ihn dazu ermuntert und ihn in seinem Stil maßgeblich beeinflusst haben.

An die Öffentlichkeit gerieten die Gemälde jedoch nie. Jahrelang hortete Paul McCartney seine Kunst im Keller. Nur ab und zu sprach er in Interviews über seine Leidenschaft. Anfang der 1990er Jahre erregte er damit die Aufmerksamkeit von Wolfgang Suttner, Kulturreferent der Stadt Siegen. Er war neugierig und schrieb McCartney, bekundete Interesse an einer Ausstellung.

Kleine Bühne für den großen Star

Das hatten vorher schon einige getan. Doch McCartney gefiel, dass sich Suttner nicht für ihn als Prominenten, sondern für seine Malerei interessierte, die der Kunstexperte unter die Lupe nehmen wollte. McCartney fühlte sich als Maler ernstgenommen und lud den Kunstkenner nach Großbritannien ein. So kam die Stadt Siegen im Jahr 1999 zur weltweiten Überraschung dazu, Gastgeber der allerersten Ausstellung des Superstars zu werden. Eine kleine Bühne, um zum ersten Mal gesehen zu werden, das kam dem noch unerfahrenen Maler Paul McCartney ganz gelegen.

Als expressionistisch und ein wenig surreal beschreiben Experten seinen Stil. Sicher nicht konkurrenzfähig mit den großen Expressionisten und Künstlern dieser Welt. Aber doch gut genug, um gezeigt zu werden. Inzwischen gab es Ausstellungen auch in New York und in London. Und auch wenn es McCartney nicht gefällt: Dass limitierte und signierte Drucke seiner Gemälde für mehrere tausend Dollar über den Ladentisch gehen, wird wohl auch etwas mit seinem berühmten Namen zu tun haben.

Welche Musiker sich noch als Maler versucht haben, das erfahren Sie in unserem High-Five-Ranking.

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