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High Five

5 alltägliche Dinge, von denen Sie wahrscheinlich nicht gedacht hätten, dass man daraus Kunstwerke machen kann

Farbe kann jeder. Manche Künstler dagegen arbeiten mit Materialien, die nicht unbedingt nach Künstlerbedarf aussehen und kreieren Stillleben aus Lebensmitteln, Streetart aus Legosteinen oder Skulpturen aus Kaugummis.

Kunst darf alles, heißt es, und mag es noch so skurril sein. Der Brite Damien Hirst zum Beispiel versteht es, aus den merkwürdigsten Dingen Kunst zu kreieren. Einen menschlichen Schädel besetzte er mit Diamanten und stellte ihn aus, ebenso einen in Formaldehyd eingelegten Hai. Die deutsch-schweizerische Künstlerin Meret Oppenheim wurde einst für eine mit Pelz besetzte Tasse gefeiert. Und auch für den italienischen Bildhauer Maurizio Savini herrscht materialtechnisch Anarchie in der Kunst.

Kunst aus Kaugummi

Seine Skulpturen formt er aus einem Material, das man normalerweise eher unter der Schuhsohle findet: Kaugummi. Mehr als zehn Kilo braucht er für manche seiner Figuren, da kommen schnell tausende Stück zusammen. Die kaut Maurizio Savini natürlich nicht alle in Form. Stattdessen packen zwei Assistenten jeden einzelnen Kaugummi aus, erhitzen das Rohmaterial anschließend mit einem Fön und kneten alles zu einer Masse. Die trägt der Künstler selbst schließlich auf eine Basisskulptur aus Gips auf.

Kritik an Kultur und Gesellschaft

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Maurizio Savini mit dem rosafarbenen Zuckerzeug, das für ihn eine ganz spezielle kulturelle Bedeutung hat: ein Symbol für das Wirtschaftswachstum im Nachkriegseuropa und das perfekte Material, um Gesellschaftskritik zu üben.

Material mit Tücken

Der hohe Zuckergehalt des Kaugummis stellte den Künstler allerdings auch vor einige Herausforderungen. Seine ersten Skulpturen fielen nach drei Monaten auseinander, weil der Zucker die Basis zerstörte, und er musste den Käufern das gesamte Geld zurückzahlen. Inzwischen konserviert er seine Arbeiten mit Formaldehyd und Antibiotika. Sein Atelier hat Maurizio Savini übrigens in einer ehemaligen Pastamanufaktur in Rom.

Weitere Künstler, die ebenfalls mit außergewöhnlich ungewöhnlichen Materialien arbeiten, stellen wir in unserem Ranking vor.

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High Five: Kunst aus Alltagsgegenständen

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