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High Five

5 Aktivitäten, von denen Sie wahrscheinlich nie gedacht hätten, dass es darin Weltmeisterschaften gibt

Watt-Wettkämpfe, Mülltonnenrennen, Handyweitwurf: Überall auf der Welt gibt es Meisterschaften, die sich gegenseitig an Kuriosität übertreffen. Dabei geht es in der Regel weniger ums Gewinnen als um die Lust am Irrsinn.

Einmal im Jahr, wenn sich im Watt vor Brunsbüttel die Flut langsam verzieht, tauchen sie auf: hunderte Schlamm-Enthusiasten, sogenannte "Wattleten", die sich in den Matsch an der Elbmündung stürzen und dort Wettkämpfe austragen. Rund 400 sind es jedes Jahr, dazu kommen tausende Schaulustige, die bei der "Wattolümpiade" auch dabei sein wollen.

Wattgraue "Wattleten"

Gemessen wird sich in den Disziplinen Wattfußball, Watthandball, Wolliball und Schlickschlittenrennen. Die größte Schwierigkeit ist die Fortbewegung im dem knietiefen Matsch. Wie in Zeitlupe bewegen sich die Teilnehmer, dabei muss es eigentlich schnell gehen: Nach vier Stunden kehrt die Flut in die Wettkampfarena zurück, und das Spektakel ist schon wieder vorbei. Damit die Wattolümpiade in der Zeit überhaupt über die Bühne gehen kann, wird etwa ein Fußballspiel bereits nach sieben Minuten vom "Wattkampfleiter" abgepfiffen. Eine weitere Herausforderung: Das gegnerische Team erkennen, denn bereits nach ein paar Sekunden ist jeder Wattkämpfer unifarben wattgrau. Angeblich soll es Tage dauern, bis der Schlick wieder komplett vom Körper entfernt ist.

"Wattkampf" für den guten Zweck

Die besten Mannschaften messen sich in der Finalrunde beim Aalstaffellauf. Staffelstab ist dabei aber nicht etwa ein Aal, sondern ein mit Reis gefüllter Fahrradschlauch. Denn Tiere sollen schließlich bei dem Spektakel nicht zu Schaden kommen.

Bereits 1978 wurde die Veranstaltung das erste Mal ausgetragen, damals nur ein Spaß unter Freunden. Als der Initiator Jens Rusch Anfang der 2000er Jahre an Krebs erkrankte, stellte er das Event professionell auf die Beine - um Geld für andere Betroffene zu sammeln. Sämtliche Einnahmen der "Wattolümpiade" und des begleitenden Musikfestivals "Wattstock" werden seitdem an die Krebshilfe gespendet.

Dass die Norddeutschen nicht die einzigen sind, die sich verrückte Weltmeisterschaften einfallen lassen, das erfahren Sie in unserem High-Five-Ranking.

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