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Kultur

420.000 Häuser bei Nachbeben in China eingestürzt

Zwei neue Beben erschütterten die chinesische Provinz Sichuan. Tausende Häuser brachen zusammen. Im Norden wurden Tausende evakuiert, weil Stauseen brechen könnten.

Menschen in eingestürztem Haus (Quelle: AP)

Wieder müssen die Ruinen nach Überlebenden durchsucht werden

China kommt nicht zur Ruhe. Am Dienstag (27.05.2008) erschütterten zwei Erdbeben das Land. Dutzende Menschen seien dabei verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Nach amtlichen Angaben sind mehr als 420.000 Häuser eingestürzt. Das eine Beben hatte eine Stärke von 5,4 auf der Richterskala und ereignete sich im Bezirk Qingchuan in der südwestlichen Provinz Sichuan. Das andere Erdbeben mit der Stärke 5,7 erschütterte den Nachbarbezirk Shaanxi.

Relativ wenige Opfer

Helfer in Schutzanzügen vor eingestürztem Haus (Quelle: AP)

Den Helfern bleibt oft nur noch der Abriss der eingestürzten Häuser in Sichuan

Augenzeugen berichteten laut Xinhua, viele Bewohner seien aus ihren Häusern heraus auf die Straße gelaufen, als das Beben einsetzte. Unklar ist bislang, warum es offenbar nur wenige Opfer gab, verglichen mit der Zahl der eingestürzten Häuser.

Bereits am Sonntag hatte ein Nachbeben die Region Sichuan getroffen. Dabei kamen acht Menschen ums Leben, rund 70.000 Häuser stürzten ein. China war am 12. Mai von einem großen Erdbeben erschüttert worden. Damals starben offiziellen Angaben zufolge 67.183 Menschen, knapp 362.000 wurden verletzt. 20.790 werden immer noch vermisst.

Evakuierung wegen Flutgefahr

Häuser mit Rauchwolke (Quelle. AP)

Mit Sprengstoff werden die beschädigten Häuser abgerissen

Unterdessen evakuierten die Behörden rund 80.000 Menschen aus dem Norden der Provinz Sichuan. Dort haben sich riesige Stauseen gebildet, nachdem das Erdbeben vom 12. Mai massive Erdrutsche verursacht hatte. Die Behörden fürchten gefährliche Flutwellen, wenn sich das Wasser aus den Stauseen brechen sollte.

Als besonders gefährlich wird die Lage am Tangjiashan-See eingeschätzt. Dort graben Soldaten mit schweren Baumaschinen einen 200 Meter langen Kanal, über den das Wasser ablaufen soll. Auch Sprengungen wurden vorbereitet, berichtete die Zeitung "China Daily". Der Wasserpegel des Tangjiashan steige um mehr als einen Meter pro Tag, sagte Liu Ning, der Chefingenieur des Ministeriums für Wasser-Ressourcen. Die Wassermenge sei bereits auf 130 Millionen Kubikmeter angewachsen. (det)

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