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Deutschland

41 Jahre SPD: Münteferings Polit-Karriere

Mit Franz Münteferings Rücktritt von allen Ämtern endet eine lange Politikerkarriere. Müntefering (67) trat 1966 in die SPD ein und engagierte sich zunächst bei den Jusos. Eine Chronologie seiner Karriere.

Franz Müntefering (Archiv, Quelle: AP)

Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering ist am Montag von seinen Ämtern zurück getreten

1975: Müntefering wird erstmals Mitglied des Bundestages und gehört ihm durchgängig bis 1992 an. 1998 erhält er erneut ein Mandat.

1991: Nach seiner Wahl zu einem der Parlamentarischen Geschäftsführer zählt Müntefering bis 1992 zur Fraktionsführung. Außerdem wird er in den Parteivorstand gewählt.

1992: Mit 97,3 Prozent der Stimmen übernimmt Müntefering die Führung des SPD-Bezirks Westliches Westfalen. Im selben Jahr wechselt er als Arbeits- und Gesundheitsminister in die NRW-Landesregierung.

Oktober 1995: Müntefering wird, zunächst kommissarisch, SPD-Bundesgeschäftsführer in Bonn. Im November wird er formell gewählt. Er behält sein Mandat im NRW-Landtag und bleibt Bezirksvorsitzender.

Verkehrsminister bei Rot-Grün

Oktober 1998: Im ersten rot-grünen Kabinett unter Kanzler Schröder wird er Verkehrsminister.

September 1999: Das SPD-Präsidium bestimmt Müntefering für das neu geschaffene Amt des Generalsekretärs. Im Dezember wird er mit 94,6 Prozent der Stimmen gewählt. Seinen Ministerposten gibt er ab.

September 2002: Nach der von Rot-Grün gewonnenen Bundestagswahl wählt die SPD-Fraktion ihn zum Vorsitzenden.

März 2004: Nach Wahlniederlagen und innerparteilicher Kritik gibt Kanzler Schröder sein Amt als Parteivorsitzender an Müntefering ab.

April 2005: Müntefering stößt mit scharfer Kritik am Kapitalismus und überzogenen Managergehältern eine Debatte an. Sein Vergleich von Finanzinvestoren mit Heuschrecken sorgt für Aufsehen.

Die Neuwahl-Entscheidung

Mai 2005: Unmittelbar nach der schweren Wahlniederlage für die SPD bei der NRW-Landtagswahl kündigt Müntefering nach Absprache mit Schröder eine vorgezogene Bundestagswahl an.

September 2005: Zwei Tage nach der Wahl wird Müntefering zunächst als Fraktionsvorsitzender bestätigt. Nach den Koalitionsverhandlungen mit der Union übernimmt er dann die Ämter als Minister für Arbeit und

Soziales sowie des Vizekanzlers.

Oktober 2005: Nachdem sich Müntefering mit seinem

Personalvorschlag für das Amt des Generalsekretärs nicht durchsetzen kann, kündigt er seinen Rückzug als Parteivorsitzender an.

Unpopulär: Münteferings Rentenpläne

Februar 2006: Das Bundeskabinett beschließt auf Vorschlag Münteferings einen beschleunigten Fahrplan zur Einführung der Rente mit 67.

Oktober 2007: In einer heftigen Debatte innerhalb der SPD über die von Parteichef Kurt Beck geforderten Veränderungen beim Arbeitslosengeld I muss Müntefering eine Niederlage einstecken. Er hatte ein striktes Festhalten an der Reform-Agenda gefordert.

13. November 2007: Franz Müntefering gibt aus familiären Gründen alle politischen Ämter ab. (dpa)