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Sport

4. Wettkampftag: Goldener Dienstag für Deutschland

Wenn schon, dann richtig: Am 4. Wettkampftag klappte es endlich mit den ersten Goldmedaillen für Deutschland - im Wildwasserkajak, Judo und gleich zweimal in der Vielseitigkeitsreiterei.

Alexander Grimm gewinnt Gold im Wildwasserkajak

Alexander Grimm paddelt zum Olympiagold

Als Erster durchbrach Slalom-Kanute Alexander Grimm den Bann und eroberte am 4. Wettkampftag das erste Gold für die deutsche Mannschaft. Der 21-jährige Augsburger siegte am Dienstag im Shunyi-Park im Kajak-Einer vor dem Franzosen Fabien Lefevre und Benjamin Boukpeti aus Togo. Vor vier Jahren in Athen hatte in Thomas Schmidt ebenfalls ein Deutscher in dieser Disziplin triumphiert. Sportsoldat Grimm, der nach dem ersten Lauf noch an vierter Stelle gelegen hatte, fuhr im zweiten Durchgang wie entfesselt durch den Eiskanal und legte eine Zeit vor, die keiner seiner Rivalen mehr erreichte. Noch am nächsten kam ihm der Franzose Lefevre, der vor dem entscheidenden Durchgang noch 0,1 Sekunden vor Grimm gelegen hatte. Für eine riesige Überraschung sorgte Boukpeti. Der Togoer hatte nach dem ersten Lauf sogar geführt und holte als erster Afrikaner eine Kanu-Slalom-Medaille.

Galavorstellung auf der Judomatte

AP Photo/Charles Dharapak

Goldjubel: Ole Bischof, Olympiasieger im Judo

Nur zwei Stunden später sorgte der Judoka Ole Bischof für den nächsten Paukenschlag. Der 28jährige gewann die Goldmedaille im Halbmittelgewicht und überraschte damit die gesamte Weltelite. Im Finale besiegte er den Südkoreaner Kim Jaebum durch eine mittlere Wertung (Yuko). Bischof ist nach Dietmar Lorenz (1980), Frank Wieneke (1984), Udo Quellmalz (1996) und Yvonne Bönisch (2004) der fünfte deutsche Judoka, der zu höchsten olympischen Ehren kam.

Im Viertelfinale ließ er Weltmeister Tiago Camillo aus Brasilien keine Chance und besiegte ihn nach 3:14 Minuten mit Ippon (ganzer Punkt). Danach schaltete er auch das Kraftpaket Roman Gontjuk, den Olympia-Zweiten aus der Ukraine, aus und ebnete sich so den Weg ins Finale.

Späte Genugtuung für die Vielseitigkeitsreiter

Goldmedaillengewinner Hinrich Romeike auf Marius Bild: ap

Zweimal Gold an einem Tag: Vielseitigkeitsreiter Hinrich Romeike

Die Goldmedaillen Nummer drei und vier an diesem Tag steuerten die Vielseitigkeitsreiter bei. In Hongkong tilgten sie dabei die Schmach von Athen, als sie nach einer umstrittenen Kampfrichterentscheidung um den Olympiasieg gebracht wurden.

In der Arena von Sha Tin stand Deutschland bereits vor dem abschließenden Ritt von Hinrich Romeike als Olympiasieger fest. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Australien und Großbritannien. Vor 18.000 Zuschauern Besuchern in der erstmals ausverkauften Arena präsentierte sich Weltmeister Deutschland einen Tag nach dem Geländeritt erneut in bestechender Form. Bester Einzelreiter nach dem Dreikampf aus Dressur, Geländeritt und Springen war Hinrich Romeike. Außerdem ritten Andreas Dibowski, Frank Ostholt, Peter Thomsen und Ingrid Klimke für Deutschland.

Zweimal Gold für Romeike

Im Einzel setzte Hinrich Romeike dann noch einen drauf: Nach einer souveränen Vorstellung im Springen gewann er sei zweites Gold innerhalb weniger Stunden – und das vierte für Deutschland an diesem "deutschen" Tag in Hongkong und Peking.

Rang zwei ging an Gina Miles aus den USA, Bronze sicherte sich die Britin Kristina Cook.

Die Phelp s-Show im Schwimmen geht weiter

Paul Biedermann mit neuem deutschem Rekord

Paul Biedermann mit neuem deutschem Rekord

Der US-amerikanische Schwimmstar Michael Phelps hat in Peking seine dritte Goldmedaille geholt. Über 200 Meter Freistil holte er in 1:42,96 Minuten den Titel vor dem Südkoreaner Tae Hwan Park und seinem Teamkollegen Peter Vanderkaay. Damit ist Phelps seinem Ziel, in Peking acht Goldmedaillen zu holen, einen weiteren Schritt näher gekommen.

Aber auch der deutsche Schwimmverband hatte zum ersten Mal Grund zur Freude. Paul Biedermann kam mit neuem deutschem Rekord von 1:46,00 auf Platz fünf.

Viertes Olympia-Gold für Aaron Peirsol

Einen weiteren Weltrekord gabs durch den US-Amerikaner Aaron Peirsol über 100 Meter Rücken. Nach seinen drei Titeln von Athen 2004 holte Peirsol jetzt den Sieg in der neuen Bestzeit von 52, 54 Sekunden. Die Plätze belegten Matt Grevers, ebenfalls USA vor dem Australier Hayden Stoeckel und dem Russen Arkadi Wjattschanin, die zeitgleich Platz drei belegten. Die deutschen Starter Helge Meeuw und Thomas Rupprath hatten sich nicht fürs Finale qualifiziert.

Fabian Hambüchen patzt im Teamwettbewerb

Fabian Hambüchen patzt im Teamwettbewerb

Deutsche Turner ohne Medaille

Im Teamwettbewerb der Turner verfehlte die deutsche Mannschaft nur knapp einen Medaillenplatz und belegte Rang vier. Der Sieg ging an Weltmeister China, vor Japan und den USA. Die mögliche Medaille verpasste das deutsche Team durch einen Sturz von Fabian Hambüchen an seinem Spezialgerät, dem Reck. Aber auch seine Teamgefährten blieben nicht fehlerfrei. Und so konnte die deutsche Mannschaft ihren dritten Platz von der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Stuttgart nicht wiederholen.

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