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Kultur

350 Jahre Verviers

Was früher die Wolle war, ist heute das Wasser: Die ost-belgische Stadt Verviers hat ihr 350-jähriges Bestehen gefeiert, und somit auch den Wandel vom traditionellen Textilstandort zum modernen Dienstleistungszentrum.

Bis zum frühen 20. Jahrhundert war die Stadt an der deutsch-belgischen Grenze ein bedeutendes Zentrum des Wollhandels. Doch inzwischen machen viele der alten Textilfabriken dicht, und Tausende arbeitslos gewordene Bürger müssen sich mit neuen Branchen vertraut machen - zum Beispiel mit der Wasserwirtschaft und dem Tourismus.

"Verviers ist wieder eine schöne Stadt"

Maximilian von Bayern, Fürstbischof von Lüttich, erkannte im Dezember 1651 der damals noch kleinen, aber dank der Tuchindustrie florierenden Ortschaft die Stadtrechte zu. Inzwischen zählt die Bezirkshauptstadt an der Weser (Vesdre) 54.000 Einwohner, und von der alten Tradition ist nicht mehr viel übrig. Auch das Stadtbild ist heute ein anderes. Es ist viel investiert worden in die Verbesserung von Plätzen und Straßen sowie in die Erneuerung von Fassaden. "Verviers ist wieder eine schöne Stadt, in der man gerne bummelt und auch gerne lebt", sagt Melchior Wathelet, lange Zeit Minister in Brüssel.

Bis Verviers mit benachbarten Einkaufsstädten wie Lüttich, Maastricht oder Aachen mithalten kann, bleibt aber noch viel zu tun. Vom Bau eines Factory-Outlet-Centers auf einem alten Bahnhofsgelände verspricht sich die Kommune kaufkräftige Besucher, auch aus dem nahen Ausland. "Der Dienstleistungssektor ist die Zukunft von Verviers", sagt Bürgermeister Claude Desama.

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