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Aktuell Europa

34 bosnische Bergleute in 600 Meter Tiefe eingeschlossen

Eine Gasexplosion nach einem Erdbeben hat in einer Kohlemine im bosnischen Zenica ein Unglück verursacht. Mehrere Stollen wurden verschüttet - den eingeschlossenen Kumpel geht es noch gut.

In Bosnien-Herzegowina sind infolge eines Erdbebens 34 Bergleute in einer Kohlemine eingeschlossen worden. Zum Zeitpunkt des Unglücks hätten sich 56 Arbeiter in der Grube befunden, von denen 22 wieder über Tage seien, teilte der Betreiber der Mine in Zenica im Zentrum des Landes in der Nacht zum Freitag mit. Mittlerweile befinden sich die eingeschlossenen Kumpel mehr als 16 Stunden unter der Erde.

Das Erdbeben der Stärke 3,5 hatte sich am Donnerstagnachmittag ereignet. Sein Zentrum lag etwa 53 Kilometer nordwestlich der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Infolge des Bebens gab es in der Mine eine Gasexplosion, mehrere Stollen wurden blockiert.

Die Eingeschlossenen befinden sich nun in 600 Meter Tiefe. Es gehe ihnen gut und sie hätten unter Tage genügend Luft, teilte der örtliche Gewerkschaftschef Mehmed Oruc mit. An ihrer Rettung werde gearbeitet. Zwei Arbeiter wurden den Angaben zufolge bei dem Unglück verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Dritter Unfall in diesem Jahr

Vor der Mine versammelten sich nach dem Bekanntwerden des Unfalls zahlreiche Familienangehörige. Sie werfen dem Betreiber schlechtes Krisenmanagement vor, zumal Anfangs von nur acht Eingeschlossenen die Rede war.

Es ist bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass es in Zenica zum Umfall kommt. Bei den zwei vorangehenden Gasexplosionen wurden 16 Personen verletzt. Das Bergwerk war 1982 Schauplatz eines der größten Minenuglücke in der bosnischen Geschichte. Damals kamen bei einer Gasexplosion 39 Personen ums Leben.

zam/gmf (afp, ap)