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Fußball

33. Spieltag: Einen Schritt vor dem Ziel

Der VfL Wolfsburg ist kurz davor erstmals Deutscher Meister zu werden. Der amtierende Titelträger Bayern München verlor an Boden.

Die Wolfsburger gratulieren Dzeko (li.) nach seinem Treffer zum 0:5 (Quelle: AP)

Gratulationen für Dzeko (li.) nach seinem Treffer zum 0:5

Magath (re.) freut sich mit Grafite über den wichtigen Sieg (Quelle: AP)

Magath (re.) freut sich mit Grafite über den wichtigen Sieg

Im spannendsten Endspurt der Bundesliga-Geschichte hat der VfL Wolfsburg den Patzer des FC Bayern München ausgenutzt und im Titelrennen weiterhin alle Trümpfe in der Hand. Die Wölfe setzten sich bei Hannover 96 überlegen mit 5:0 durch und führen die Tabelle vor dem Saison-Finale mit 66 Zählern an. Entscheidender Trumpf der Wolfsburger war einmal mehr das Angriffs-Traumduo Dzeko und Grafite, das für alle fünf Treffer sorgte. Trotz des wichtigen Erfolgs blieb der Trainer der Wölfe, Felix Magath, bei seiner Analyse der Situation gewohnt gelassen: "Jetzt würde natürlich ein Unentschieden reichen am nächsten Samstag, worauf wir aber gar nicht abzielen, auch gar nicht spielen können. Auch nächsten Samstag werden wir auf Sieg spielen." Die Chancen die Meisterschaft nach Wolfsburg zu holen seien jetzt natürlich schon riesengroß, ergänzte Magath.

Toni zeigt den ganzen Bayern-Frust (Quelle: AP)

An Toni ist der ganze Bayern-Frust zu erkennen

Klar, denn der FC Bayern München kam unterdessen bei 1899 Hoffenheim nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Damit rangiert der Titelverteidiger zwar weiterhin auf Rang zwei, hat mit jetzt 64 Zählern allerdings zwei Punkte weniger auf dem Konto als der Spitzenreiter und das deutlich schlechtere Torverhältnis. Interims-Coach Jupp Heynckes betonte zwar, dass man die Qualifikation für die Champions-League weiterhin vor Augen habe, doch die Enttäuschung war ihm deutlich anzumerken: "Das bedeutet für uns, dass wir unser letztes Spiel zuhause unbedingt gewinnen müssen, um die direkte Qualifikation für die Champions-League zu schaffen. Aber das ist ja immer das erklärte Ziel von uns gewesen." Obwohl man sich sicher nicht dagegen gesträubt hätte, wenn man am Ende Erster geworden wäre, gab Heynckes zerknirscht zu. Punktgleich hinter dem deutschen Rekordmeister auf Rang drei erhielt sich der VfB Stuttgart durch einen 2:0-Heimsieg gegen Energie Cottbus seine Meisterchance.

Titelkampf ohne Hertha

Auch Trainer Favre konnte es nicht mehr richten (Quelle: AP)

Auch Trainer Favre konnte es nicht mehr richten

Hertha BSC kam im eigenen Stadion gegen den FC Schalke 04 nicht über ein mageres 0:0 hinaus und hat mit nun 63 Punkten als Tabellenvierter keine Chance mehr auf den ersten Gewinn der Meisterschale seit 78 Jahren. Trainer Lucien Favre wollte dennoch nichts auf seine Herthaner kommen lassen: "Wir sind alle enttäuscht, aber ich denke ich kann keine Kritik an meiner Mannschaft üben. 60 Minuten waren o.k., aber so müssen wir einen Punkt akzeptieren." Das sei zwar ärgerlich, aber man könne das jetzt nicht ändern, meinte Favre. Borussia Dortmund deklassierte die Bielefelder Arminia mit 6:0, hat damit 58 Zähler auf dem Konto und bleibt als Fünfter auf Europapokal-Kurs. Der BVB profitierte dabei vom erneuten Ausrutscher des Hamburger SV, der in seinem Heimspiel gegen den 1. FC Köln mit 0:1 unterlag. Mit ebenfalls 58 Punkten aber dem schlechteren Torverhältnis, sind die Hanseaten hinter Dortmund Sechster.

Abstiegskampf bis zum Schluss

Bochum feiert den Klassenerhalt (Quelle: AP)

Bochum feiert ein weiteres Jahr Erstklassigkeit

Spannend bis zum letzten Spieltag bleibt es auch im Tabellenkeller. Schlusslicht Karlsruher SC feierte mit einem 3:1-Erfolg bei Werder Bremen seinen höchsten Auswärtssieg der Saison und hat bei 26 Punkten weiter die Chance, den Relegationsplatz 16 zu erreichen. Den nimmt im Moment Bielefeld ein, das wie der Vorletzte aus Cottbus 27 Punkte aufweist. Auch Mönchengladbach hat sich noch nicht aller Sorgen entledigt. Die Borussia kassierte in Düsseldorf gegen Bayer Leverkusen eine 0:5-Pleite und rangiert mit weiterhin 30 Punkten auf Platz 15. Gerettet hat sich dagegen der VfL Bochum. Das Team von Trainer Marcel Koller kam gegen Eintracht Frankfurt zu einem 2:0-Erfolg, steht mit 31 Zählern auf Platz 14 und kann wie die Hessen für ein weiteres Jahr im Fußballoberhaus planen. Entsprechend erleichtert war der Bochumer Coach nach dem Schlusspfiff: "Wir haben jetzt wieder die Klasse erhalten. Es war eine verdammt schwierige Saison. Und ich möchte dem Vorstand und dem Aufsichtsrat einfach nur Danke sagen, weil die auch in sehr, sehr schwierigen Zeiten die Ruhe bewahrt haben."

Autor: Calle Kops

Redaktion: Joachim Falkenhagen

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