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Nachrichten

31.12.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:41

Nachrichten von Donnerstag, 31. Dezember 2015 – langsam gesprochen als MP3

Merkel sieht Flüchtlingskrise als Chance für Deutschland:

Deutschland wird nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Zustrom der Flüchtlinge profitieren. In ihrer Neujahrsansprache sagte die Kanzlerin, es stehe völlig außer Frage, dass die Einwanderung so vieler Menschen Zeit, Kraft und Geld koste, insbesondere bei der Integration der Flüchtlinge, die dauerhaft in Deutschland blieben. Von gelungener Einwanderung aber habe ein Land noch immer profitiert - wirtschaftlich wie gesellschaftlich, betonte Merkel. Gleichzeitig warnte sie vor einer Spaltung der Gesellschaft. Auch im nächsten Jahr komme es daher besonders auf den Zusammenhalt der Menschen in Deutschland an. Zudem sprach Merkel allen hauptamtlichen und freiwilligen Helfern in der Flüchtlingskrise ihren Dank aus.

Brüssel sagt Silvesterfeuerwerk wegen Terrorgefahr ab:

Aus Angst vor Anschlägen fällt das Silvesterfeuerwerk in der belgischen Hauptstadt Brüssel aus. Gemeinsam mit dem Innenministerium habe man entschieden, auf die Feierlichkeiten zu verzichten, sagte Brüssels Bürgermeister Yvan Mayeur. Auch das Begleitprogramm in der Innenstadt, zu dem im Vorjahr rund 100.000 Menschen kamen, wurde gestrichen. Die Behörden hatten vor wenigen Tagen zwei Männer in Haft genommen, die Anschläge an mehreren symbolträchtigen Orten Brüssels in der Silvesternacht geplant haben sollen. Laut Staatsanwaltschaft wurde bei ihnen Propagandamaterial der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gefunden, Waffen und Sprengstoff dagegen nicht. Auch in Paris findet das offizielle Feuerwerk am Silvesterabend in diesem Jahr nicht statt. In Berlin soll dagegen die größte öffentliche Silvesterparty Deutschlands wie geplant stattfinden. Wie auch in anderen europäischen Metropolen wurden dort die Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt.

Obama will Hannover-Messe besuchen:

US-Präsident Barack Obama kommt Ende April zu Besuch nach Deutschland. Dort will er Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen und als erster US-Präsident überhaupt die Hannover-Messe, die wichtigste Industriemesse der Welt, besuchen, wie das Weiße Haus mitteilte. Obama wolle seinen Besuch auch nutzen, um für das umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zu werben, hieß es. Die Unterschrift unter dem Abkommen, das die größte Freihandelszone der Welt schaffen würde, ist eines der großen verbliebenen Ziele Obamas vor dem endgültigen Ende seiner Amtszeit im Jahr 2017. Während die Industrie auf den Abbau von Zollschranken und eine Vereinheitlichung von Normen hofft, befürchten viele Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks sinkende Sozial-, Umwelt- und Verbraucherstandards und die Stärkung multinationaler Konzerne auf Kosten lokaler Marktteilnehmer und demokratischer Institutionen.

EU-Kommission in Sorge über Medienreform in Polen:

Die EU-Kommission zeigt sich besorgt über das neue Mediengesetz in Polen. Die Behörde habe deshalb ein Schreiben an zwei polnische Minister geschickt, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Kommission werde die jüngsten Entwicklungen in Polen beim nächsten Treffen am 13. Januar beraten. Grund für die Sorge ist das neue Mediengesetz, das das polnische Parlament am Mittwoch mit der absoluten Mehrheit der rechtsnationalen Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) verabschiedet hatte. Demnach werden die Senderchefs des öffentlich-rechtlichen Rundfunks künftig direkt von der Regierung ernannt und entlassen. Die PiS hatte bei der Parlamentswahl im Oktober die absolute Mehrheit gewonnen und baut seither das politische System des Landes um. So hatte Präsident Andrzej Duda erst am Montag trotz internationaler Proteste ein neues Gesetz in Kraft gesetzt, mit dem das Verfassungsgericht dauerhaft blockiert werden könnte.

Bill Cosby wegen "schwerer sexueller Nötigung" angeklagt:

Gegen den US-Komiker Bill Cosby ist erstmals Anklage wegen sexuellen Missbrauchs erhoben worden. Damit drohen ihm zehn Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft in Norristown, einem Vorort von Philadelphia, wirft dem 78-Jährigen vor, im Jahr 2004 eine damals 31-jährige Frau in seinem Haus unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht zu haben. Insgesamt beschuldigen mehr als 50 Frauen den einstigen Star der "Cosby Show" öffentlich, sie unter Drogen gesetzt und missbraucht zu haben. Cosby sagt dagegen, der Sex habe einvernehmlich stattgefunden. Der Komiker hinterlegte 100.000 Dollar als erste Anzahlung einer Kaution von einer Million Dollar. Außerdem gab er seinen Reisepass ab und kann so das Land nicht mehr verlassen. Ein erster Gerichtstermin ist Mitte Januar geplant.

Wärmerekord am Nordpol:

In der Nordpolregion ist es derzeit ungewöhnlich warm. Üblicherweise herrschen dort zu dieser Jahreszeit eisige minus 30 bis minus 40 Grad Celsius. Jetzt ergaben Messungen Werte um den Gefrierpunkt. Grund für die Erwärmung ist ein gewaltiger Sturm über dem Nordatlantik, der über Island tobt und warme Luft aus den Subtropen bis in die Arktis führt. Während tropisch warme Luft vom Atlantik bis zum Nordpol gelangt, strömt dagegen polare Luft mit Frost und Schnee bis in den Süden der USA. Die Ausläufer des Sturms mit Spitzengeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde und 15 Meter hohen Wellen sind derzeit auch in Großbritannien zu spüren, wo schwere Niederschläge ganze Landstriche unter Wasser setzen.

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