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Nachrichten

31.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:45

Nachrichten von Mittwoch, 31. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

Italienische Marine findet 700 Flüchtlinge auf Frachter in Adria:

Die italienische Marine hat einen mit rund 700 Flüchtlingen in der Adria treibenden Frachter sicher in einen Hafen gebracht. Am Morgen traf die "Blue Sky M" im süditalienischen Hafen Gallipoli ein. Nach Angaben der Marine hatte zuvor ein Helikopter Soldaten auf dem unter moldauischer Flagge fahrenden Schiff abgesetzt. Sie brachten es dann auf Kurs in Richtung Gallipoli. Der Vorfall ereignete sich nicht weit von der Stelle, an der am Sonntag die Autofähre "Norman Atlantic" in Brand geraten war. Medienberichten zufolge stammten die meisten Flüchtlinge aus Syrien. Die "Blue Sky M" habe am Dienstag vor der Insel Korfu ein Notsignal abgegeben, da "bewaffnete Männer" an Bord seien. Die griechische Hafenpolizei habe dann aber bei einer Kontrolle nichts Ungewöhnliches auf dem Schiff feststellen können, hieß es weiter.

"Norman Atlantic": Deutlich mehr Opfer befürchtet:

Nach dem Fährunglück in der Adria ist ein Marineschiff mit 200 Überlebenden in der italienischen Hafenstadt Brindisi angekommen. An Bord waren auch die Leichen von fünf Passagieren. Insgesamt kamen bei der Havarie der Fähre "Norman Atlantic" mindestens 13 Menschen ums Leben. Wegen der fehlerhaft geführten Passagierliste ist aber weiter unklar, wie viele Menschen überhaupt an Bord des Schiffs waren. Demnach ist das Schicksal von 179 Passagieren nach wie vor ungewiss, zudem könnten mehrere Flüchtlinge als blinde Passagiere auf der Fähre gewesen sein. Experten rechnen deshalb damit, dass auf dem ausgebrannten Wrack weitere Leichen gefunden werden. Gegen den Kapitän der Fähre und den Eigentümer der italienischen Reederei Visemar, der das Schiff gehört, leitete die Staatsanwaltschaft in Italien Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Herbeiführens einer Havarie ein.

Israel begrüßt Scheitern von Nahost-Resolution:

Israel hat das Scheitern einer Resolution im UN-Sicherheitsrat begrüßt, die einen Abzug aus den besetzten Palästinensergebieten binnen drei Jahren forderte. Vize-Außenminister Zachi Hanegbi sagte, die Ratsentscheidung beweise, dass "ein historischer Kompromiss" nur durch direkte Verhandlungen ohne Vorbedingungen zwischen Palästinensern und Israel erzielt werden könne. Die UN-Vetomacht USA sowie Australien stimmten in New York gegen den von Jordanien eingebrachten Entwurf. Acht Länder - unter anderem die Vetomächte China, Frankreich und Russland - votierten dafür. Fünf Länder enthielten sich. Damit erhielt das Papier nicht die notwendige Mindestzahl von neun Ja-Stimmen. Es sah für Israel eine Frist von zwölf Monaten zur Aushandlung eines Friedensabkommens mit den Palästinensern vor. Bis Ende 2017 sollte Israel zudem sämtliche Truppen aus dem künftigen palästinensischen Staat abgezogen haben. Angestrebt wurde die Koexistenz zweier unabhängiger Staaten mit Jerusalem als gemeinsamer Hauptstadt.

Moskau: Nawalny nach Urteil vorübergehend festgenommen:

In Moskau haben Tausende Oppositionelle trotz eines Verbots der Behörden gegen das Urteil gegen den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny demonstriert. Auf dem Manege-Platz unweit des Kreml hielten die Demonstranten Schilder mit dem Namen des Anwalts und Bloggers in die Höhe und riefen seinen Namen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot präsent und löste die Versammlung schließlich auf. Nach Angaben der russischen Menschenrechtsorganisation OVD Info wurden dabei mindestens 250 Demonstranten festgenommen. Die Polizei sprach von mehr als 100 Festgenommenen. Nawalny selbst wurde von den Polizisten daran gehindert, an dem Protest teilzunehmen. Polizisten nahmen ihm fest, als er auf dem Weg zur Demonstration war und brachten ihn in seine Wohnung zurück. Dort steht er seit dem vergangenen Jahr unter Hausarrest. Der 38-Jährige war am Morgen nach einem umstrittenen Betrugsprozess zu dreieinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden, sein Bruder zu dreieinhalb Jahren Gefängnis.

Neun Tote bei Familiendrama in Kanada:

In Kanada sind bei einem Familiendrama acht Menschen erschossen worden, bevor sich der mutmaßliche Täter selbst das Leben nahm. Das Drama habe sich an drei verschiedenen Orten der Großstadt Edmonton und deren Vororten ereignet, teilte der Polizeichef der Stadt im Westen Kanadas mit. Insgesamt wurden demnach vier Frauen, ein Mädchen, ein Junge und zwei Männer getötet. Der mutmaßliche Täter galt nach Angaben seiner Familie als selbstmordgefährdet. Bei einem tragischen Unglückfall in der Stadt Hayden im US-Bundesstaat Idaho hat ein zweijähriger Junge seine Mutter in einem Supermarkt erschossen. Der Junge habe in einem Einkaufswagen gesessen, als er sich die Waffe seiner Mutter aus ihrer Handtasche griff und sie aus Versehen abfeuerte, teilte die Polizei mit.

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