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Nachrichten

31.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache die Europäer angesichts der Schuldenkrise zum Zusammenhalt aufgerufen. Laut dem vorab veröffentlichten Redetext hob Merkel zudem die besondere Bedeutung der europäischen Einigung hervor. Europa dürfe nie vergessen, dass die friedliche Vereinigung des Kontinents ein historisches Geschenk sei, so die Kanzlerin. Merkel rechnet auch 2012 mit Rückschlägen bei der Bewältigung der Krise, doch Europa werde gestärkt daraus hervorgehen. Zum zehnten Jahrestag der Einführung des Euros lobte die Kanzlerin die Gemeinschaftswährung. Der Euro habe den Alltag einfacher und die Wirtschaft stärker gemacht. In ihrer Neujahrsansprache ging Merkel auch auf die Neonazi-Mordserie ein, die vor einigen Wochen bekannt geworden war. Sie mahnte an, die Werte unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft entschlossen gegen jede Form von Gewalt zu verteidigen.

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Entgegen ersten Agenturmeldungen stehen die vom Iran angekündigten Raketentests noch aus. Vize-Marine-Befehlshaber Mahmud Musawi sagte, verschiedene Raketentypen würden erst in den kommenden Tagen getestet. Damit widersprach er Berichten der Nachrichtenagentur Fars, im Rahmen des Seemanövers im Persischen Golf seien bereits Langstreckenraketen abgeschossen worden. Teheran droht mit der Schließung der Straße von Hormus, sollte der Westen im Streit um das iranische Atomprogramm die Ölexporte des Landes mit Sanktionen belegen. Durch die Meerenge am Ausgang des Persischen Golfs fahren Tanker rund 40 Prozent des weltweit auf Schiffen transportierten Öls. Teheran bekundete unterdessen seine Bereitschaft zu neuen Atom-Gesprächen mit der sogenannten Sechsergruppe. Chefunterhändler Said Dschalili werde sich dazu in einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton äußern, teilte der iranische Botschafter in Deutschland, Aliresa Scheich Attar, mit. Zur Sechsergruppe gehören die fünf UN-Vetomächte und die Bundesrepublik.

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Die USA werden den Vereinigten Arabischen Emiraten Abfangraketen im Wert von knapp 3,5 Milliarden Dollar liefern. Nach Auskunft des US-Verteidigungsministeriums umfasst das entsprechende Geschäft 96 Raketen, Radaranlagen sowie Ausbildungshilfen. Damit würden die Raketenabwehr-Kapazitäten der Vereinigten Arabischen Emirate gestärkt. Diese sind ein enger Verbündeter der USA im Nahen Osten. Erst am Donnerstag hatte die Regierung von Präsident Barack Obama ein Waffengeschäft mit Saudi-Arabien im Wert von 30 Milliarden Dollar öffentlich gemacht. Demnach erhält das Königreich 84 neue Kampfjets, weitere 70 sollen aufgerüstet werden. Die Verkäufe sind Teil der Bemühungen Washingtons, seine Verteidigungspolitik am Persischen Golf angesichts der Drohungen aus dem Iran neu auszurichten.

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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat zehn Jahre nach Beginn des deutschen Militäreinsatzes in Afghanistan die dortige Regierung in ihrem Kampf gegen die Korruption gelobt. Präsident Hamid Karsai sei dabei auf einem besseren Weg als erwartet, auch durch personelle Veränderungen in der Regierung, so Niebel in einem Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung. Im Zusammenhang mit deutschen Fördermitteln für Afghanistan hob der Minister hervor, dass diese erst freigegeben würden, wenn die vereinbarten Ziele bei den afghanischen Stellen erreicht seien. Die Bundesrepublik stelle bis 2013 bis zu 430 Millionen Euro für den zivilen Wiederaufbau bereit, mehr als die Hälfte davon aus dem Etat des Entwicklungsministeriums. Bis 2014 will die Bundeswehr ihre kämpfenden Soldaten aus der Region abgezogen haben. Um dauerhaften Frieden zu gewährleisten, empfahl Niebel der afghanischen Regierung, auch mit den Taliban zu sprechen. Man dürfe nicht darauf warten, mit Freunden Gespräche zu führen, sondern man müsse dies mit Gegnern tun, um auf eine Basis des gemeinsamen Zusammenlebens zu kommen.

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Im Süden Chinas hat sich ein Mann mit dem gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 infiziert. Der 39-Jährige sei in der Stadt Shenzhen an der Grenze zu Hongkong positiv auf das Virus getestet worden, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden mit. Demnach wurde der Busfahrer vor gut einer Woche ins Krankenhaus eingeliefert, er befindet sich in einem kritischen Zustand. Zuvor war das Virus bereits bei zwei toten Hühnern in Hongkong nachgewiesen worden. Daraufhin wurden rund 19.000 dieser Tiere notgeschlachtet. Seit 2003 sind weltweit mehr als 330 Menschen an der Vogelgrippe gestorben.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und vor allem im Westen und Südwesten anfangs bis in tiefe Lagen Schnee, der später in Regen übergeht. Im Osten auch heitere Abschnitte und meist trocken. Tagestemperaturen zwischen null und fünf Grad im Osten und bis zu elf Grad im Westen. Die weiteren Aussichten: Am Neujahrstag erneut viele Wolken und immer wieder Regen. Sehr mild und bis in hohe Lagen Tauwetter.

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