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Langsam gesprochene Nachrichten

31.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:18

Nachrichten von Dienstag, 31. Oktober 2017 – langsam gesprochen als MP3

Hausarrest für Trumps früheren Wahlkampfleiter Manafort:

Der im Zuge der Russland-Affäre angeklagte frühere Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, steht nun auch unter Hausarrest. Dies legte das zuständige Gericht in einer ersten Anhörung fest. Außerdem muss Manafort eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar hinterlegen. Auch sein Geschäftspartner Rick Gates wurde unter Hausarrest gestellt. Die US-Justiz wirft beiden Ex-Beratern Trumps eine Verschwörung gegen die USA und Geldwäsche vor. Beide sollen Millioneneinnahmen aus ihrer Tätigkeit in der Ukraine vor den US-Behörden verborgen haben. Zwar sind Trump und der US-Präsidentschaftswahlkampf in der Anklageschrift nicht erwähnt. Dennoch gilt die Anklage als das bislang brisanteste Ergebnis der Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zu den Verbindungen des Trump-Teams nach Russland.

 

Riesige Reichweite russischer Propaganda bei Facebook:

Während des US-Wahlkampfs wurden in den Sozialen Medien weit mehr Beiträge aus Russland gepostet als bisher bekannt. Nach Angaben von Facebook wurden zwischen Juni 2015 und August 2017 rund 80.000 solcher Einträge von der mutmaßlichen "Troll-Fabrik" Internet Research Agency aus St. Petersburg platziert. Diese Beiträge von teils gefälschten Nutzerprofilen hätten rund 126 Millionen Nutzer erreichen können und damit rechnerisch etwa die Hälfte der US-Wahlberechtigten. Die meisten Beiträge zielten auf eine Spaltung der Gesellschaft und ein Schüren von sozialen und politischen Spannungen. US-Geheimdienste gehen davon aus, dass die russische Regierung eine Beeinflussung zugunsten des jetzigen Präsidenten Donald Trump angeordnet hat. Moskau bestreitet das.

 

Puigdemont nach Belgien ausgereist:

Kataloniens Ex-Regierungschef Carles Puigdemont ist nach Belgien ausgereist. Der auf Asylfragen spezialisierte belgische Anwalt Paul Bekaert teilte mit, Puigdemont habe ihn formell zu seinem Rechtsbeistand ernannt. Bisher sei es aber noch nicht um einen Asylantrag Puigdemonts in Belgien gegangen, sagte der Anwalt. Die spanische Staatsanwaltschaft hatte zuvor Anklage gegen Puigdemont und andere Mitglieder der abgesetzten katalanischen Regionalregierung erhoben. Den Politikern wird Aufruhr, Rebellion und Missbrauch öffentlicher Mittel vorgeworfen. Sie hätten die Krise ausgelöst, die zur Erklärung der Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien geführt habe, sagte Spaniens Chefankläger José Manuel Maza. Rebellion kann in Spanien mit bis zu 30 Jahren, Aufruhr mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden.

 

Jamaika-Parteien verkünden Grundsatzeinigungen:

Die möglichen Partner einer Jamaika-Koalition im Bundestag haben sich bei ihren Sondierungsgesprächen in vier großen Themenbereichen grundsätzlich geeinigt. So vereinbarten CDU, CSU, FDP und Grüne unter anderem, mehr Geld für Bildung und Forschung sowie für den Ausbau von Breitband- und Mobilfunknetzen bereitzustellen. Außerdem steckten sie den weiteren Verhandlungsrahmen für den Bereich der inneren Sicherheit ab. Dabei allerdings blieben viele Einzelfragen offen. Auch im Bereich Arbeit und Soziales gelang eine Einigung in groben Zügen. Alle vier Parteien bekannten sich zum Mindestlohn. Bei den Sondierungsgesprächen hatte es in der vergangenen Woche Streit bei den Themen Zuwanderung und Klimapolitik gegeben.

 

Kenias Präsident Kenyatta zum Wahlsieger erklärt:

Aus der wiederholten Präsidentschaftswahl in Kenia ist Amtsinhaber Uhuru Kenyatta nach Angaben der Wahlkommission als klarer Sieger hervorgegangen. Wie das Gremium in Nairobi mitteilte, errang Kenyatta 98 Prozent der Stimmen. Die Wahl war am Donnerstag wiederholt worden, nachdem das Oberste Gericht die vorherige Abstimmung vom August wegen Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt hatte. Kenyattas Herausforderer, der 72-jährige Raila Odinga, hatte vor der erneuten Wahl seine Kandidatur aus Protest gegen die umstrittene Wahlkommission zurückgezogen und zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Nach Angaben der Wahlkommission gingen nur 39 Prozent der knapp 20 Millionen registrierten Wähler an die Urnen.

 

UN: 13 Millionen Syrier benötigen humanitäre Hilfe:

Trotz der Fortschritte im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ist die Lage für die Bevölkerung in Syrien nach UN-Angaben weiterhin katastrophal. 13 Millionen Menschen benötigten innerhalb des Landes humanitäre Hilfe, sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Mehr als 430.000 Menschen seien allein aus der einstigen IS-Hochburg Al-Rakka im Norden des Landes vertrieben worden. Von den Bewohnern von Deir al-Saur im Osten seien seit August 350.000 Menschen zu Flüchtlingen geworden. Fast drei Millionen Syrer lebten in Regionen, die für Helfer nur schwer erreichbar seien.

 

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