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Nachrichten

31.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Aus der Stichwahl um das Präsidentenamt in Bulgarien ist der Kandidat der rechtsgerichteten Regierungspartei GERB, Rossen Plewneliew, laut ersten offiziellen Ergebnissen als Sieger hervorgegangen. Nach Angaben der staatlichen Wahlbehörde bekam er mehr als 52 Prozent der Stimmen. Der Bewerber der oppositionellen Sozialisten, der Europaabgeordnete und frühere Außenminister Iwajlo Kalfin, erhielt rund 47 Prozent. Überschattet waren beide Wahlrunden von Berichten über gekaufte Wählerstimmen und Manipulation. Die Polizei nahm am Sonntag mehrere Verdächtige fest, die bei der Übergabe von Geld an Wähler beobachtet worden waren.

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Neuer Präsident im zentralasiatischen Kirgisistan wird der bisherige Regierungschef Almasbek Atambajew. Der als gemäßigt geltende Atambajew gewann die Wahl nach Auszählung fast aller Stimmen mit knapp 63 Prozent, wie die Wahlkommission in Bischkek mitteilte. Seine stärksten Herausforderer, der Nationalist Katschimbek Taschijew und der ebenfalls nationalistische frühere Parlamentspräsident Adachan Madumarow, bekamen um die 14 Prozent. Atambajew erklärte sich unterdessen zum Sieger der Wahl. Die anderen Kandidaten gestanden aber noch nicht ihre Niederlage ein. Es wird erwartet, dass sie Beschwerden gegen angebliche Wahlverstöße einlegen werden. - Mit der Wahl festigte Kirgisistan seinen Wandel zu einer parlamentarischen Demokratie, der einzigen in der Region.

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Der Kurswechsel der CDU-Führung in der Frage eines Mindestlohnes ist bei Teilen der Partei auf Kritik gestoßen. Der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der Union, Hans Michelbach, erklärte, ein branchenübergreifender Mindestlohn widerspreche den Prinzipien der Marktwirtschaft. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen verteidigte hingegen die Kehrtwende. Die Lohnspreizung in Deutschland nehme zu, die unteren Lohngruppen stagnierten, sagte die Ministerin. Nach den Vorstellungen der CDU-Spitze soll kein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden, sondern von einer Kommission der Tarifparteien eine Lohnuntergrenze für alle Branchen festgelegt werden, in denen es keine Tarifverträge gibt. Diese Untergrenze soll anschließend von der Bundesregierung bestätigt werden.

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Belgien will von 2015 an aus der Atomkraft aussteigen. Darauf haben sich die Verhandlungspartner der künftigen Regierungskoalition in Brüssel geeinigt. Die sieben Atommeiler des Landes sollen nach und nach abgeschaltet werden. So sollen die ersten drei Atomkraftwerke 2015 vom Netz gehen, allerdings nur, wenn die Energieversorgung gesichert ist. -- Mitte Oktober - gut 16 Monate nach den Parlamentswahlen - hatten in Belgien konkrete Verhandlungen über die Bildung einer Regierung unter dem Vorsitz des frankophonen Sozialdemokraten Elio di Rupo begonnen. An den Gesprächen nehmen die Vertreter der sechs Parteien von Christdemokraten, Sozialdemokraten und Liberalen aus dem Französisch sprechenden Wallonien und dem Niederländisch sprechenden Flandern teil. -- Die Regierungsbildung wurde erst möglich, nachdem sich Vertreter der beiden Sprachgruppen auf eine Staatsreform geeinigt hatten.

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Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind zwei Palästinenser getötet worden. Nach Angaben palästinensischer Ärzte wurden ihre Leichen in der Nähe von Chan Junes gefunden. Die beiden Opfer gehörten zu den islamistischen El-Ansar-Brigaden, sagten Mitglieder der Gruppe der Nachrichtenagentur AFP in Gaza. Damit stieg die Zahl der seit Samstag bei Angriffen der israelischen Luftwaffe getöteten Palästinenser auf insgesamt zwölf. In Südisrael war am Samstag ein Israeli durch eine vom Gazastreifen aus abgefeuerte Rakete getötet worden.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Örtlich zäher Nebel, sonst gibt es eine Mischung aus Sonne und Wolken. Dabei bleibt es weitgehend trocken. 9 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag nach Nebelauflösung zunächst teils sonnig, teils wolkig. Später von Westen her mehr Wolken, im Nordwesten gelegentlich Regen. Zehn bis 18 Grad.

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