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Nachrichten

31.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch einen Gesetzentwurf auf den parlamentarischen Weg bringen, mit dem die vom EU-Gipfel im Juli beschlossene Stärkung des Euro-Rettungsschirms EFSF umgesetzt werden soll. Der Fonds soll unter anderem mehr Geld zur Unterstützung in Not geratener Euro-Staaten erhalten. Der deutsche Anteil an den Garantien dafür steigt von 123 Milliarden auf 211 Milliarden Euro. Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Fraktionschefs der Bundestagsparteien nach der Kabinettssitzung informieren. Umstritten ist unter anderem, in welcher Form der Bundestag an Finanzentscheidungen des Fonds beteiligt werden soll.

 

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die internationale Gemeinschaft zu schneller Hilfe für Libyen aufgefordert. Die humanitäre Situation erfordere dringendes Eingreifen, sagte er in New York. Eine von Frankreich im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgeschlagene Entsendung von internationalen Beobachtern oder Soldaten nach Libyen lehnte der Übergangsrat der libyschen Rebellen ab. Die französische Regierung hatte ins Spiel gebracht, dass sich an einer solchen Mission auch Deutschland beteiligen könnte. Nach monatelangem Kampf der Rebellen gegen das Regime des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi steht Libyen fast vollständig unter Kontrolle der Aufständischen. Immer noch gekämpft wird in den verbliebenen Hochburgen des Diktators, der Küstenstadt Sirte und Bani Walid südöstlich von Tripolis. Auch die NATO hat ihre Luftangriffe auf Sirte verstärkt. Die Stadt gilt als möglicher Zufluchtsort Gaddafis. Die Rebellen stellten seinen verbliebenen Anhängern ein Ultimatum, sich bis Samstag zu ergeben. Nach Angaben der Aufständischen wurden seit Beginn des Aufstandes gegen das Regime vor sechs Monaten mindestens 50.000 Menschen getötet.

 

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In Syrien ist das Militär wieder mit Panzern in die Stadt Hama eingerückt. Nach Angaben von Augenzeugen durchsuchten Soldaten Häuser nach Oppositionellen. Syrischen Angaben zufolge hatte sich die Armee erst vor wenigen Tagen nach zehntägiger Belagerung aus der Oppositionshochburg Hama zurückgezogen. Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International sind in Syrien bei der Unterdrückung der Protestbewegung gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad mindestens 88 Menschen in der Haft gestorben. In vielen Fällen gebe es deutliche Hinweise, dass die Gefangenen gefoltert, geschlagen und verstümmelt wurden, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Alle 88 Opfer, die Amnesty bekannt seien, hätten sich vor ihrer Festnahme an regierungskritischen Kundgebungen beteiligt. Unterdessen verschärften die USA ihre Sanktionen gegen die Führung in Damaskus. US-Bürgern und -Firmen wurde verboten, Geschäfte mit dem syrischen Außenminister, dem syrischen Botschafter im Libanon und einer Präsidentenberaterin zu machen.

 

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Knapp ein halbes Jahr nach dem tödlichen Anschlag auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen beginnt an diesem Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Ein 21-Jähriger muss sich wegen Mordes und Mordversuchs vor Gericht verantworten. Er soll am 2. März zwei US-Soldaten erschossen und zwei weitere schwer verletzt haben. Nur eine Ladehemmung seiner Waffe verhinderte den Ermittlungen zufolge, dass mehr Menschen starben. Die Tat gilt als erster tödlicher Anschlag mit islamistischem Hintergrund in Deutschland.

 

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Bei der Explosion einer Autobombe im Südwesten Pakistans sind mindestens fünf Menschen getötet und zehn verletzt worden. Nach Polizeiangaben explodierte der Sprengsatz auf einem Parkplatz der Stadt Quetta, als in der Nähe Hunderte Menschen eine Moschee verließen. Augenzeugen berichteten, auch ein Haus sei zerstört worden. - In Pakistan gibt es immer wieder Anschläge auf die schiitische Minderheit. Der Südwesten und der Nordwesten des Landes gelten als Rückzugsgebiet für die Taliban.

 

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden Wolken und gebietsweise kurze Schauer; nach Süden hin sonnig und trocken. Tagestemperaturen 16 bis 23 Grad Celsius. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag neben Wolkenfeldern auch einige Aufheiterungen. Vor allem Richtung Küste und im Südosten freundlich. Später von Südwesten Gewitter.

 

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