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Nachrichten

31.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In der Schlacht um die Stadt Aleppo im Norden Syriens melden sowohl Regierungstruppen als auch Aufständische Erfolge. Die Staatsmedien berichteten, das Viertel Salaheddine sei - so wörtlich - "gesäubert" worden. Aktivisten der Opposition erklärten hingegen, das Viertel sei weiter in Rebellenhand, werde aber aus einem benachbarten Stadtteil massiv beschossen. Militärs erwarteten einen verheerenden Straßenkampf, bei dem es ähnlich wie in Homs lange zu keiner Entscheidung kommt. Angesichts der permanenten Gewalt gegen die eigene Bevölkerung und zunehmenden Zweifeln am Regime von Präsident Baschar al-Assad setzten sich zwölf weitere syrische Offiziere in die Türkei ab. In London kehrte ein hochrangiger Diplomat Damaskus den Rücken.

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Der Drei-Parteien-Koalition in Griechenland ist es doch noch nicht gelungen, sich auf ein Sparprogramm zu einigen, das Voraussetzung für neue Kredite und eine Rettung vor der Staatspleite ist. Sozialisten und Demokratische Linke hätten in einem Spitzentreffen bei Ministerpräsident Antonis Samaras dafür plädiert, die unpopulären Kürzungen von 11,5 Milliarden Euro von zwei auf vier Jahre zu strecken, hieß es aus Parteikreisen in Athen. Die Verhandlungen würden "in den kommenden Tagen" fortgesetzt. Die Troika der Kontrolleure von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds setzte die Sondierungen mit der griechischen Regierung fort.

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US-Finanzminister Timothy Geithner hat bei seinen Kollegen in Deutschland und Frankreich darauf gedrungen, die vereinbarten Maßnahmen zur Stabilisierung der Euro-Zone und zur wirtschaftlichen Erholung entschlossen durchzusetzen. Er sprach mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble an dessen Urlaubsort Sylt und telefonierte anschließend mit seinem französischen Kollegen Pierre Moscovici. Am Abend hatte ein Treffen Geithners mit dem Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, in Frankfurt am Main auf dem Programm gestanden. Draghi hatte jüngst die Bereitschaft bekräftigt, "alles Notwendige zum Erhalt des Euro zu tun", und damit Erwartungen geweckt, erneut Staatsanleihen bedrängter Länder wie Spanien und Italien aufzukaufen.

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In der Euro-Zone gibt es nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Bestrebungen, die Mittel des künftigen Euro-Rettungsfonds ESM deutlich zu vergrößern. Dazu solle es dem ESM erlaubt werden, ohne jedes Limit Kredite bei der Europäischen Zentralbank (EZB) aufzunehmen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf EU- und Eurozonenvertreter. Zu den Befürwortern zählten wichtige Euro-Staaten wie Frankreich und Italien sowie führende Mitglieder des EZB-Rats. Die Bundesregierung und die Bundesbank lehnten die Idee dagegen bisher ab, da sie die Inflation anheizen, die Unabhängigkeit der EZB gefährden und gegen die EU-Verträge verstoßen könnten, hieß es.

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Der Jahresbericht der US-Regierung zur globalen Religionsfreiheit äußert sich besorgt über ein weltweites Erstarken des Antisemitismus. Zu den Phänomenen zählten die Leugnung, Verherrlichung oder Relativierung des Holocaust, aber auch nationalistische Tendenzen, die auf Juden als "die anderen" zielten, heißt es in dem in Washington veröffentlichten Papier des US-Außenministeriums. Teilweise gehe Kritik an der Politik Israels einher mit offenem Antisemitismus. Das US-Außenministerium beklagt zudem die Unterdrückung von Glaubensrichtungen vor allem auch im Iran, Afghanistan, Pakistan, Ägypten und China.

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