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Nachrichten

31.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Im wochenlangen Streit um die US-Staatsschulden haben die Verhandlungsführer der Demokraten und Republikaner nach Informationen des Fernsehsenders ABC News eine vorläufige Einigung erreicht. Danach solle die Schuldenobergrenze bis nach der Wahl 2012 erhöht und die Staatsausgaben zunächst um mehr als eine Billion Dollar über zehn Jahre gekürzt werden, hieß es. Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, hatte zuvor eine Testabstimmung über einen älteren Vorschlag seiner Partei verschieben lassen, um mehr Zeit für Verhandlungen hinter den Kulissen zu gewinnen. Er äußerte sich zudem zuversichtlich, dass trotz aller bisherigen Rückschläge auch eine langfristige Lösung der Schuldenkrise erreicht werden könne. Einigen sich Demokraten und Republikaner nicht bis zum kommenden Dienstag auf eine Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar, droht den USA die Zahlungsunfähigkeit.

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Die syrische Armee hat nach fast einmonatiger Belagerung mit Panzern die Oppositionshochburg Hama im Nordwesten des Landes gestürmt und dabei Dutzende Menschen getötet. Menschenrechtler und Bewohner sprachen zuletzt von annähernd 100 Todesopfern und zahlreichen Verletzten durch das Feuer aus Kanonen und Maschinengewehren. Viele Leichen lägen noch in den Straßen der 700.000-Einwohner-Stadt, hieß es. Scharfschützen der Armee sollen sich auf den Dächern postiert haben. Die Strom- und Wasserversorgung wurde unterbrochen. Auch aus den Städten Deir al-Sor und Harak werden Panzer-Einsätze gegen Oppositionelle gemeldet. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich, da die Regierung von Staatspräsident Baschir al Assad die meisten ausländischen Journalisten ausgewiesen hat.

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Deutschland hat einen leitenden Diplomaten der libyschen Botschaft in Berlin des Landes verwiesen. Botschaftsrat Hisham Al Sharif sei zuvor zur unerwünschten Person erklärt worden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die Ausweisung sei bereits am Freitag erfolgt. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" war Sharif erst am 22. Juli von Machthaber Muammar al-Gaddafi zum bevollmächtigten Geschäftsträger des libyschen Volksbüros in Berlin ernannt worden. Ein hoher Beamter des Auswärtigen Amts sagte zu "Focus", dass es in der Botschaft Libyens seit Monaten "drunter und drüber" gehe. Diese Situation werde noch verschärft, wenn durch Außenminister Guido Westerwelle eingeladene Diplomaten des Nationalen Übergangsrats der libyschen Rebellen in Berlin einträfen. - Großbritannien hatte vor einigen Tagen das gesamte Personal der libyschen Botschaft ausgewiesen. Das Land forderte stattdessen die libyschen Rebellen auf, Vertreter nach London zu entsenden.

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Im Süden Afghanistans sind bei einem Selbstmordanschlag elf Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich im Zentrum der Hauptstadt Laschkar Gah der Unruheprovinz Helmand nahe der Polizeizentrale. Nach Behördenangaben handelt es sich bei den Todesopfern um Polizisten und ein Kleinkind. Afghanische Sicherheitskräfte haben in diesem Monat die Verantwortung für die Sicherheit in Laschkar Gah übernommen. - Helmand ist seit längerem Schauplatz massiver Gewalt. In der Provinz sind weitaus mehr ausländische Soldaten ums Leben gekommen als in den anderen Teilen Afghanistans. Manche Gegenden in Helmand werden weiter von den Taliban kontrolliert, die Ende 2001 von US-geführten Truppen gestürzt wurden.

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Der Chef des US-Geheimdienstes CIA in Pakistan hat das Land nach offiziellen Angaben verlassen. Dafür gebe es medizinische Gründe, sagte ein US-Beamter. Der Geheimdienstler war für die Überwachung des US-Einsatzes gegen Al-Kaida-Chef Osama bin Laden verantwortlich. US-Medien berichteten, der jüngste Rückzug werde die Arbeit des US-Geheimdienstes in Pakistan nicht beeinträchtigen. - Die Beziehungen zwischen der CIA und dem pakistanischen Geheimdienst ISI gelten als angespannt. Anfang Mai hatte ein US-Spezialkommando Bin Laden im pakistanischen Abbottabad getötet. Dort hatte er schon lange unbehelligt gelebt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach wie vor stark bewölkt und in einigen Region im Osten noch zeitweise etwas Regen. In Ostseenähe sowie nach Süden und Westen gibt es immer mehr Auflockerungen der Wolkendecke. Tagestemperaturen 14 bis 23 Grad.

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