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Nachrichten

31.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 31. Mai 2016 – langsam gesprochen als MP3

Zahl der Flüchtlinge in Afghanistan verdoppelt:

Insgesamt 3,8 Millionen Afghanen sind auf der Flucht. Das erklärte Amnesty International in einem in London veröffentlichten Bericht. Demnach hat sich die Zahl der Flüchtlinge im eigenen Land in den vergangenen drei Jahren auf 1,2 Millionen Menschen fast verdoppelt. Zudem flohen rund 2,6 Millionen Afghanen außer Landes. 15 Jahre nach Beginn des Bürgerkrieges gewinnen die radikal-islamischen Taliban wieder an Boden. Die Aufmerksamkeit der Welt scheine sich von Afghanistan abgekehrt zu haben, erklärte der Amnesty-Experte Champa Patel. Nach dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes am Hindukusch im Dezember 2014 schrumpften auch die internationalen Spenden für Afghanistan.

Nordkorea testet erneut Rakete - Berichte über Fehlstart:

Nordkorea hat erneut eine Rakete zu testen versucht. Nach Angaben der südkoreanischen Regierung missglückte der Abschuss. Das kommunistische Nordkorea hat in diesem Jahr bereits mehrmals Raketen und andere Waffensysteme getestet. Im April scheiterten drei Starts mit Musudan-Raketen. Zuletzt verschärften die Vereinten Nationen und die Europäische Union ihre Sanktionen gegen Nordkorea, nachdem der Staat einen vierten Atomwaffentest ausgeführt hatte.

Weiterer Minister in Brasilien stolpert über Korruptionsskandal:

Die brasilianische Übergangsregierung verliert innerhalb von nur einer Woche einen weiteren Minister. Der für Korruptionsbekämpfung zuständige Ressortchef Fabiano Silveira trat nach Vorwürfen zurück, er habe Ermittlungen in einem Korruptionsskandal hintertrieben. Wegen desselben Vorwurfs, der sich auf heimliche Gesprächsmitschnitte stützt, hatte vor einer Woche bereits Planungsminister Romero Juca sein Amt ruhen lassen. Die politische Krise in Brasilien spitzt sich damit drei Wochen nach der Suspendierung von Präsidentin Dilma Rousseff weiter zu. Rousseff wurde für ein halbes Jahr wegen Korruptionsvorwürfen suspendiert. In dem Zeitraum soll geklärt werden, ob sie Budgetregeln verletzt hat, um ihre Wiederwahl 2014 zu sichern. Rousseff bestreitet das und spricht von einem Putsch.

Jedes siebte Kind in Deutschland lebt von Hartz IV:

Immer mehr Kinder in Deutschland sind von der staatlichen Unterstützung Hartz IV abhängig. Im vergangenen Jahr waren nach einer Datenauswertung der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann im Schnitt 1,54 Millionen unter 15-Jährige betroffen, rund 300.000 mehr als im Vorjahr. Die Angaben stammen Medienberichten zufolge von der Bundesagentur für Arbeit. In einzelnen Regionen ist die Lage deutlich schlechter: in Bremen und Berlin sei fast jedes dritte Kind von Hartz-IV-Leistungen abhängig. Am wenigsten Betroffene gibt es in Bayern.

Türkei: Armenien-Resolution enthält ungerechte Anschuldigungen:

Der neue türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat die geplante Bundestagsresolution zu den Massakern an den Armeniern in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. Die Resolution, die die Massaker als "Völkermord" einstuft, enthalte "ungerechte und grundlose" Anschuldigungen. Die Regierung in Ankara, die Türkei und Millionen Türken in Deutschland beobachteten die Entwicklung mit Sorge. Vize-Ministerpräsident und Regierungssprecher Numan Kurtulmus sagte, es sei nicht Aufgabe von Parlamenten, sondern von Historikern, die Vorgänge von damals aufzuklären. "Niemand wird dem Wort auch nur irgendeines Parlaments in dieser Sache Beachtung schenken." Der Bundestag will am Donnerstag eine Resolution von Union, SPD und Grünen beschließen, in der die Massentötungen von Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord eingestuft werden. Nach Schätzungen starben dabei zwischen 800.000 und 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit.

Bundespräsident Gauck bei Gedenkfeiern zur Skagerrakschlacht:

Bundespräsident Joachim Gauck nimmt an diesem Dienstag auf den britischen Orkney-Inseln an den Gedenkfeiern zum 100. Jahrestag der Skagerrakschlacht zwischen der deutschen und der britischen Marine teil. Bei dem Gefecht waren im Ersten Weltkrieg mehr als 8500 Soldaten beider Seiten umgekommen, es war die größte Seeschlacht der Geschichte. Zur Hauptgedenkveranstaltung an der früheren britischen Flottenbasis kommt auch Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II. Parallel dazu werden die deutschen Fregatten "Brandenburg" und "Schleswig-Holstein" und der britische Zerstörer "HMS Duncan" im Seegebiet vor der Küste Dänemarks an die getöteten Seeleute erinnern. Außerdem gibt es eine Gedenkveranstaltung in Laboe bei Kiel.

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