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Nachrichten

31.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit mehr als zwei Stunden Verspätung zu den ersten deutsch-indischen Regierungskonsultationen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi eingetroffen. Grund für die Verspätung war, dass der Iran kurzfristig die bereits erteilte Überfluggenehmigung zurückzog. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Eine zweite Maschine mit vier Ministern an Bord konnte den iranischen Luftraum problemlos passieren. Schwerpunkt der Konsultationen ist die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit. Zudem stehen bildungs- verkehrs- und energiepolitische Gespräche auf der Tagesordnung. Außerdem geht es um den Verkauf von mehr als 126 Kampfjets vom Typ "Eurofighter" an Indien. Die Kanzlerin will neben Premierminister Manmohan Singh auch Staatspräsidentin Pratibha Patil treffen.

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Sozialdemokraten und Grüne wollen ihre Zustimmung zum geplanten Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022 an konkrete Zusagen der Bundesregierung knüpfen. Die SPD-regierten Länder forderten die Einbeziehung des Bundesrats in die Ausgestaltung des Konzepts. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck sagte, Ziel müsse eine unumkehrbare Ausstiegsvereinbarung auf einer klaren gesetzlichen Grundlage sein. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel rief die schwarz-gelbe Koalition auf, die Vorlagen zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Energieeinsparung nachzubessern. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin verlangte ein noch schnelleres Ende der Atomkraft. Kanzlerin Angela Merkel hat für Freitag die Bundesländer zu einem Energiegipfel geladen, um für die Unterstützung der Beschlüsse von Union und FDP zu werben.

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Die EHEC-Seuche wird sich nach Einschätzung von Experten in Deutschland weiter ausbreiten. Dabei sei auch mit neuen Todesopfern zu rechnen, erklärten Fachleute nach einem Spitzentreffen von Bund, Ländern und Behörden in Berlin. Die Zahl der EHEC-Toten stieg auf 14. Bundesweit gab es am Montag mehr als 1400 bestätigte Infektionen und Verdachtsfälle. Der aggressive Durchfallerreger breitet sich auch außerhalb Deutschlands weiter aus. Die Gesundheitsbehörden erfassten schwer erkrankte Patienten in Dänemark, Schweden, Großbritannien, Österreich, Frankreich und den Niederlanden. Die Betroffenen sind entweder deutsche Staatsbürger oder waren zuvor in der Bundesrepublik auf Reisen gewesen. - Wissenschaftler der Uniklinik Münster entwickelten nach eigenen Angaben einen Schnelltest zum Nachweis des EHEC-Erregers. Einzelheiten wollen sie an diesem Dienstag in einer Pressekonferenz mitteilen.

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In der griechischen Hauptstadt Athen reißen die Demonstrationen gegen den rigiden Sparkurs der Regierung nicht ab. Auf dem zentralen Syntagma-Platz vor dem Parlament versammelten sich den sechsten Tag in Folge tausende Menschen. Sie bezeichneten die Politiker des Landes als Diebe und forderten sie zum Rücktritt auf. Zu den Kundgebungen aufgerufen hatte vor allem eine Bürgerbewegung, die sich über das Internet formiert hat. Auch in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki gab es wieder Proteste. Die Aktionen verliefen nach Angaben der Polizei friedlich. Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland steht unter erheblichem Druck. Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds machen künftige Hilfszahlungen von der Bereitschaft der sozialistischen Regierung zu weiteren Einsparungen und Privatisierungsmaßnahmen abhängig.

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Ministerpräsident Silvio Berlusconi und seine Mitte-Rechts-Regierung haben bei den Kommunal- und Regionalwahlen in Italien eine schwere Niederlage erlitten. In Berlusconis Heimatstadt Mailand unterlag die Kandidatin seiner Partei "Volk der Freiheit" bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt ihrem linksgerichteten Herausforderer. Mailand war fast 20 Jahre lang eine Hochburg der Partei. Die Abstimmung in der Wirtschaftsmetropole galt als wichtiger Stimmungstest für Berlusconi. Noch vor einer Woche hatte er vor einer Machtübernahme durch - so wörtlich - "linke Extremisten" gewarnt, die Mailand zu einer "islamischen Stadt voller Zigeuner" machen wollten. Auch in Neapel, wo die Stadtpolitik seit Monaten von einer schweren Müllkrise beherrscht wird, unterlag der Kandidat Berlusconis. Hier fiel der Sieg der Linken sogar noch deutlicher aus als in Mailand.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Die Vorhersage für Dienstag: Von West nach Ost Durchzug schwerer, teils gewittriger Regenschauer. Örtlich Hagel und Sturmböen. Zuvor in der Osthälfte noch heiter mit Höchstwerten um 30 Grad. In der Westhälfte 15 bis 20 Grad.

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