1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

31.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:22

Nachrichten von Montag, 31. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

***

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat vor tausenden jubelnden Anhängern das Ergebnis der Kommunalwahlen als großen Sieg für seine islamisch-konservative AKP bezeichnet. Seinen Gegnern warf er in einer Rede vom Balkon der AKP-Zentrale in Ankara vor, die Interessen des Landes verraten zu haben. Der konservative Politiker steht seit den wochenlangen Massenprotesten im vergangenen Sommer wegen seines zunehmend autoritären Regierungsstils in der Kritik. Ungeachtet des Korruptionsskandals kommt die AKP nach Auszählung fast aller Stimmen auf über 45 Prozent. Die wichtigste Oppositionspartei CHP landete abgeschlagen bei knapp 28 Prozent. Die Kommunalwahlen waren ein wichtiger Stimmungstest für den Regierungschef, der sich im August vermutlich um das Präsidentenamt bewerben will.

***


An der umstrittenen innerkoreanischen Seegrenze im Gelben Meer hat es Medienberichten zufolge einen Schusswechsel zwischen den Streitkräften Süd- und Nordkoreas gegeben. Bei Schießübungen der nordkoreanischen Armee seien auch Artilleriegeschosse auf der südlichen Seite der Seegrenze niedergegangen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Südkorea habe daraufhin ebenfalls nur ins Meer zurückgeschossen. Die Bewohner einer von Südkorea kontrollierten Insel in dem Gebiet wurden angewiesen, sich sicherheitshalber in Notunterkünfte zu begeben. Nordkorea hatte den Süden zuvor über die Übung informiert. Pjöngjang reagiert damit auf ein mehrtägiges US-südkoreanisches Militärmanöver in der Region. Die nordkoreanische Führung hat auch mit einem vierten Atomtest gedroht und vor einigen Tagen zwei Mittelstreckenraketen abgefeuert.

***

Der frühere pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf ist offiziell wegen Hochverrats angeklagt worden. Rund drei Monate nach Beginn des Prozesses im Dezember verlas ein Sondergericht in Islamabad die Anklagepunkte. Musharraf selbst erklärte sich für nicht schuldig. Der 70-Jährige steht vor Gericht, weil er als Präsident 2007 den Ausnahmezustand verhängt hatte. Dieser Umstand kommt laut Verfassung Hochverrat gleich, der mit dem Tod bestraft werden kann. Musharraf weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück. Die Regierung von Premierminister Nawaz Sharif, der von Musharraf 1999 gestürzt worden war, hatte das Verfahren auf den Weg gebracht. Gegen Musharraf sind mehrere Gerichtsverfahren anhängig, unter anderem wird gegen ihn wegen der Ermordung der früheren Premierministerin Benazir Bhutto ermittelt. Nach mehrmonatigem Hausarrest befindet er sich seit November gegen Kaution auf freiem Fuß.

***

Israels früherer Ministerpräsident Ehud Olmert ist wegen Bestechlichkeit schuldig gesprochen worden. Israelische Medien berichten übereinstimmend, dies habe das Bezirksgericht in Tel Aviv entschieden. Olmert und weitere Verdächtige waren angeklagt, zwischen 1994 und 2007 für die Förderung eines umstrittenen Bauprojekts in Jerusalem Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. Olmert stand unter dem Verdacht, als Bürgermeister Jerusalems und später als Handelsminister Riesensummen für die Unterstützung des Bauprojekts angenommen zu haben.

***

Der weltweite Klimawandel verschärft laut einem UN-Bericht die Gefahren für Gesundheit, Wirtschaftsaussichten sowie Nahrungs- und Wasserversorgung. In seinem jüngsten Bericht richtet der Weltklimarat (IPCC) das Augenmerk auf die Risiken der Erderwärmung und dringt auf eine rasche Verringerung des CO2-Ausstoßes. Der im japanischen Yokohama veröffentlichte Bericht kommt zu dem Schluss, dass durch den von Menschenhand verursachten Klimawandel in vielen Regionen Ernten zerstört werden und es mehr Überschwemmungen geben wird. Zugleich würden wahrscheinlich Armut und Wirtschaftskrisen zunehmen, die Grund für gewaltsame Konflikte seien. Zu den Leidtragenden gehörten besonders arme Bevölkerungen in südlichen Ländern der Erde. Der letzte IPCC-Bericht war 2007 in Paris veröffentlicht worden und hatte weltweit das Bewusstsein für die Gefahr durch den Klimawandel geschärft. Die Bemühungen um ein globales Klimaabkommen sind aber kaum vorangekommen.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema