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Nachrichten

31.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Im Öffentlichen Dienst in Deutschland ist ein großer Streik abgewendet. Nach einem dreitägigen Verhandlungsmarathon einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf einen Tarifabschluss für die gut zwei Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen. Die Gehälter sollen in mehreren Stufen um 6,3 Prozent steigen, wie beide Seiten in Potsdam mitteilten. Die Laufzeit beträgt 24 Monate. Sowohl Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich als auch der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, begrüßten die Einigung. Die Gewerkschaften hatten ursprünglich 6,5 Prozent bei einjähriger Laufzeit verlangt und nach einer Serie kürzerer Warnstreiks mit umfassenden Arbeitsniederlegungen gedroht.

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Die USA haben die Entscheidung der Euro-Länder begrüßt, die "Brandmauer" zum Schutz ihrer Währung deutlich aufzustocken. Der Beschluss unterstreiche die "positiven Bemühungen, das Vertrauen in die Eurozone zu stärken", erklärte das Finanzministerium in Washington. Im Kampf gegen die Schuldenkrise hätten die europäischen Regierungen in den vergangenen Monaten "erhebliche Fortschritte" gemacht. Die Finanzminister der Euro-Länder hatten am Freitag in Kopenhagen beschlossen, einschließlich aller bereits vergebenen Hilfskredite insgesamt 800 Milliarden Euro für Euro-Krisenfonds bereitzustellen. Die deutsche Regierung hatte sich lange gegen eine Aufstockung der Mittel gesperrt, dann jedoch eingelenkt. Nun sei allerdings die "Schmerzgrenze" erreicht, betonte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler.

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Im Streit um das iranische Atomprogramm haben die USA den Druck erhöht. Präsident Barack Obama stimmte neuen Strafmaßnahmen gegen den Ölsektor der Islamischen Republik zu. Demnach können gegen Banken und andere Finanzeinrichtungen, die Öl vom Iran kaufen, ab Ende Juni Sanktionen verhängt werden. Das stellt Unternehmen weltweit vor die Entscheidung, entweder Öl aus dem Iran zu beziehen oder Handel mit den USA zu betreiben. Größere Abnehmer von iranischem Öl sind unter anderen China, Südkorea, Indien und Frankreich.

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Die Schweizer Justiz hat einem Zeitungsbericht zufolge gegen drei nordrhein-westfälische Finanzbeamte Haftbefehl erlassen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, wird den Fahndern im Zusammenhang mit dem Ankauf einer Steuersünder-CD "Wirtschaftsspionage" vorgeworfen. Die Zeitung beruft sich auf ein Schreiben der Schweizer Bundesbehörden. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die CD mit Daten von deutschen Kunden der Schweizer Großbank Credit Suisse 2010 für 2,5 Millionen Euro von einem Informanten gekauft. Die drei beschuldigten Steuerfahnder hatten den Ankauf dem Bericht zufolge mit ausgehandelt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) reagierte empört und sprach von einem ungeheuerlichen Vorgang.

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Mehr als 120 Städte in Deutschland wollen an diesem Samstag ein Zeichen für den Klimaschutz setzen und sich an der sechsten "Earth Hour" beteiligen. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF verdoppelte sich die Teilnehmerzahl damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu. Zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr MESZ soll die Beleuchtung bekannter Gebäude und Sehenswürdigkeiten ausgeschaltet werden. Auch Privatpersonen sind aufgerufen, sich an der "Earth Hour" zu beteiligen. Im vergangenen Jahr nahmen weltweit rund 1,8 Milliarden Menschen aus 130 Ländern an der Umwelt- und Klimaschutzaktion teil.

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