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Nachrichten

30.12.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Saudi-Arabien hat nach Informationen der Zeitung "Bild am Sonntag" Interesse an einem weiteren Rüstungsgeschäft mit Deutschland. Das Königreich will danach für 100 Millionen Euro zunächst 30 ABC-Spürpanzer vom Typ "Dingo 2" kaufen und sei langfristig an bis zu 100 Modellen interessiert, schreibt das Blatt. Mit dem Kauf wolle sich Riad auch auf einen befürchteten Angriff durch den Iran vorbereiten. Der geheim tagende Bundessicherheitsrat, dem Kanzlerin Angela Merkel und acht Minister angehören, habe seine Zustimmung signalisiert und damit den Weg für Verhandlungen der Hersteller mit dem saudischen Verteidigungsministerium freigemacht. Endgültig sei das Geschäft aber noch nicht genehmigt, hieß es weiter. Rüstungsgeschäfte mit dem autoritär geführten Land sind wegen der dortigen Menschenrechtsverletzungen höchst umstritten.

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Die Leiche der von mehreren Männern vergewaltigten Inderin ist in Neu Delhi eingeäschert worden. Nach Polizeiangaben war der Sarg zuvor aus Singapur überführt worden. Dort war die 23-Jährige in einer Spezialklinik behandelt worden, bevor sie ihren schweren inneren Verletzungen erlag. Ihr 13 Tage währender Überlebenskampf hatte in Indien Wut und Schamgefühle ausgelöst. Am Samstag trauerten tausende Menschen öffentlich und demonstrierten für mehr Frauenrechte. Sechs Männer hatten die Studentin vor zwei Wochen in einem Bus vergewaltigt und schwer misshandelt. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen. Ihnen droht die Todesstrafe.

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Taliban-Kämpfer haben im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan nach offiziellen Angaben 21 pakistanische Soldaten erschossen. Die von Kugeln durchsiebten Leichen seien in einer unbewohnten Gegend in der Region Jabai im Nordwesten des Landes entdeckt worden, teilte der lokale Regierungsvertreter Naveed Akbar Khan mit. Ein Polizist wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, einem weiteren war die Flucht gelungen. Er hatte die Behörden informiert. Rund 200 schwer bewaffnete Kämpfer hatten am Donnerstag zwei paramilitärische Trainingslager der Regierung nahe der Stadt Peshawar gestürmt, zwei Sicherheitskräfte getötet und 23 weitere verschleppt.

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Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat in seiner ersten Rede vor dem neuen Oberhaus vor weiteren Unruhen gewarnt. Die Proteste gegen die umstrittene Verfassungsreform in den vergangenen Wochen hätten der angeschlagenen Wirtschaft des nordafrikanischen Landes geschadet, sagte Mursi in einer vom Fernsehen übertragenen Ansprache vor dem Schura-Rat. Er mahnte, das Land müsse sich nun auf "Produktion, Arbeit und Ernsthaftigkeit" konzentrieren. Nur Stunden später warnte die ägyptische Zentralbank, ihre Devisenreserven seien auf einem gefährlich niedrigen Niveau. Ägypten hatte beim Internationalen Währungsfonds zuletzt einen Kredit in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) beantragt. Nachdem die Regierung aus Angst vor sozialen Protesten eine Reihe geplanter Steuererhöhungen auf Eis gelegt hatte, wurden die Gespräche über das Darlehen allerdings abgebrochen.

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Die Arabische Liga will die Palästinenser in ihrem Streben nach einem eigenen Staat stärker unterstützen. Ihr Generalsekretär Nabil al-Arabi sagte in Ramallah im Westjordanland, der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern sollte im Weltsicherheitsrat in New York behandelt werden. Er kündigte an, die Palästinenser würden schon bald wieder bei den Vereinten Nationen vorstellig werden. Ziel müsse es sein, den jahrzehntelangen Konflikt zu beenden und nicht, ihn weiter zu verwalten. Den bisherigen Friedensprozess bezeichnete er als Zeitverschwendung. Al-Arabi war in Begleitung des ägyptischen Außenministers Mohammed Kamel Amr nach Ramallah gereist, wo beide vier Stunden lang mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammenkamen.

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