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Nachrichten

30.10.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen hat der schwere Wirbelsturm "Sandy" an der Ostküste der USA für Chaos gesorgt. Der Sturm traf mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern im Süden des Bundesstaates New Jersey auf Land und setzte die Metropole New York teilweise unter Wasser. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben, Millionen Haushalte waren ohne Strom. In New Jersey wurde ein Atomkraftwerk wegen der steigenden Wasserpegel in Alarmzustand versetzt. Der Sturm gilt als einer der schwersten in der Geschichte der USA. Die Bundesbehörden in Washington bleiben an diesem Dienstag wegen des Unwetters den zweiten Tag in Folge geschlossen. Auch der Handel an der Wall Street in New York wurde wieder abgesagt. Der öffentliche Nahverkehr im Nordosten der USA ruht weitgehend, außerdem wurden 15.000 Flüge gestrichen.

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Die Schweizer Großbank UBS baut in den kommenden drei Jahren knapp 10.000 Stellen ab. Das gab das größte Geldhaus des Landes in Zürich bekannt. Damit sollen insgesamt 5,4 Milliarden Franken (knapp 4,5 Milliarden Euro) eingespart werden. Vor allem im Investmentbanking stehen harte Einschnitte an. Spekulationen über einen möglicherweise massiven Stellenabbau bei der Bank waren bereits am Wochenende laut geworden. Die UBS beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit rund 63.000 Mitarbeiter in 57 Ländern.

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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan eröffnet an diesem Dienstag die neue Botschaft seines Landes in Berlin. Zu der Zeremonie werden neben Bundesaußenminister Guido Westerwelle rund 2000 Gäste erwartet. Die diplomatische Vertretung wurde nach dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin nur vorläufig untergebracht und kehrt jetzt an den Standort im Stadtteil Tiergarten zurück, wo sie sich schon vor dem Zweiten Weltkrieg befand. Das Grundstück hatte 1918 das damalige Osmanische Reich gekauft. Die türkische Botschaft in Berlin ist die größte Auslandsvertretung der Türkei überhaupt. Im Mittelpunkt der politischen Gespräche des türkischen Regierungschefs stehen die Lage in Syrien und die Situation syrischer Flüchtlinge. Mehr als 100.000 Syrer haben wegen des Bürgerkriegs jenseits der Grenze in der Türkei Zuflucht gesucht. Am Mittwoch wird Erdogan von Kanzlerin Angela Merkel empfangen.

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Internationale Militär- und Verteidigungsexperten wollen von diesem Dienstag an ein Konzept für einen Militäreinsatz gegen die militanten Islamisten im Norden Malis entwickeln. Zu dem Treffen in Malis Hauptstadt Bamako sind Vertreter der Afrikanischen Union (AU), der Westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas und der Vereinten Nationen geladen. Das Strategiepapier, das vermutlich die Intervention einer Regionaltruppe vorsehen wird, soll bis zum 15. November dem Weltsicherheitsrat vorgelegt werden. Das westafrikanische Land steht vor der Spaltung. Der Westen befürchtet die Entstehung einer neuen Terroristen-Hochburg. Kanzlerin Angela Merkel hat vor einer Woche die grundsätzliche Bereitschaft Deutschlands erklärt, an einer EU-Mission teilzunehmen. Dabei geht es um die Ausbildung der malischen Streitkräfte und logistische Unterstützung.

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Die Likud-Partei von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat dem geplanten Wahlbündnis mit der ultranationalistischen Partei von Außenminister Avigdor Lieberman zugestimmt. Die 3700 Delegierten sprachen sich beim Parteitag in Tel Aviv per Akklamation dafür aus, dass der konservative Likud-Block und die Partei Israel Beiteinu (Unser Haus Israel) mit einer gemeinsamen Liste bei der vorgezogenen Parlamentswahl im Januar antreten. Im Likud ist der Plan umstritten. Ein Teil der Delegierten befürchtet, dass die Regierungspartei nun zu weit an den rechten Rand rückt. Stammwähler könnten so verprellt werden. Netanjahu versicherte, die Partei behalte trotz der Allianz ihre Unabhängigkeit. Der Regierungschef und sein Außenminister erhoffen sich von dem Zweckbündnis mehr Mandate und den Auftrag zur Regierungsbildung nach der Wahl.

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