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Nachrichten

30.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei einem neuen Gewaltausbruch zwischen Israel und den Palästinensern sind zehn Menschen getötet worden. Neun Aktivisten der radikalen Palästinensergruppe Islamischer Dschihad wurden bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen getötet. Diese richteten sich nach israelischer Darstellung gegen Palästinenser, die Raketen abschießen wollten. Im israelischen Aschkelon starb am Samstag ein Zivilist durch eine Rakete. In der Nacht zum Sonntag setzten militante Palästinenser die Raketenangriffe auf Israel fort. Viele israelische Schulen bleiben an diesem Sonntag geschlossen. Nach Medienberichten beider Seiten vermittelt Ägypten bei Bemühungen um eine Waffenruhe.

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Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat den Westen nachdrücklich vor einem Eingreifen zugunsten der Opposition in seinem Land gewarnt. Jede Intervention könnte ein neues Afghanistan bewirken, sagte Assad in einem Interview der britischen Zeitung "Sunday Telegraph". Jeder Eingriff am Boden werde ein Erdbeben auslösen. Syrische Truppen und zur Opposition übergelaufene Deserteure haben sich am Samstag in der Protesthochburg Homs und in der nordwestlichen Provinz Idleb blutige Gefechte geliefert. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden dabei mehr als 40 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt. Außerdem hätten Regierungstruppen die Stadt Homs den zweiten Tag in Folge unter Beschuss genommen, hieß es.

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Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach Zeitungsinformationen einen Spionageangriff des pakistanischen Geheimdienstes ISI auf deutsche Sicherheitskräfte in Afghanistan aufgedeckt. Die "Bild am Sonntag" berichtet über ein Sicherheitsleck beim "German Police Project Team" (GPPT), das seit 2002 afghanische Polizisten ausbildet. Der pakistanische Geheimdienst habe private Telefongespräche in die Heimat, Meldungen an das Bundesinnenministerium, militärische Einsatzbefehle sowie die komplette Namensliste der Bundespolizisten mitlesen können. Vermutlich seien auch weitere Sicherheitskräfte in Afghanistan von dem Lauschangriff betroffen. Durch die engen Kontakte zwischen dem pakistanischen Geheimdienst und den Taliban seien sensible Daten womöglich an die Islamisten weitergegeben worden, berichtet das Blatt unter Hinweis auf Sicherheitskreise.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereitet einem Medienbericht zufolge die Einführung eines Mindestlohnes in Deutschland vor. Merkel habe die Partei gebeten, ein Modell zu erarbeiten und dies mit Gewerkschaften und Arbeitgebern abzustimmen, berichtet die "Welt am Sonntag". Es gehe um einen Mindestlohn für alle Branchen. Ziel sei es, ein Komitee aus Tarifpartnern zu bilden, das allgemeine Lohnuntergrenzen festlege, heißt es in dem Zeitungsbericht. Bislang hatten sich Union und FDP gegen einen allgemeinen Mindestlohn ausgesprochen.

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Nach einem überraschend frühen und starken Wintereinbruch ist an der Ostküste der USA bei 1,7 Millionen Kunden der Strom ausgefallen. In dem Schneesturm stürzten Bäume und Strommasten um. Am stärksten betroffen waren Gebiete im Landesinneren, vor allem im Osten des Staates Pennsylvania, wie ein Sprecher des Wetterdienstes mitteilte. In einigen Orten gab es 15 Zentimeter Schnee. Für insgesamt 12 Bundesstaaten gab es offizielle Wintersturmwarnungen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach zäher Nebelauflösung im Südosten und Osten gebietsweise Sonne und trocken. Sonst häufig stark bewölkt, von der Pfalz bis nach Hessen und Franken vereinzelt auch Regen. Tageshöchstwerte neun bis 19 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag gibt es eine Mischung aus Sonne, Wolken und Nebel. Es bleibt vergleichsweise mild mit Werten zwischen zehn und 19 Grad.

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