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Langsam gesprochene Nachrichten

30.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:01

Nachrichten von Samstag, 30. September 2017 – langsam gesprochen als MP3

Befürworter des katalanischen Volksentscheids besetzen Wahllokale:

Kurz vor dem umstrittenen Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens haben Bürger Wahllokale besetzt. So wollen sie sicherstellen, am Wahltag nicht von der spanischen Polizei am Eintritt in die Gebäude gehindert zu werden. Mit der Aktion setzen sie sich über Gerichtsbeschlüsse hinweg, nach denen die Abstimmung illegal ist und die Wahllokale geschlossen bleiben müssen. Ungeachtet des Widerstands der Zentralregierung in Madrid will die Regionalregierung in Katalonien am Sonntag mehr als 2300 Wahllokale öffnen lassen. Mehr als 5,3 Millionen Katalanen sind aufgerufen, über die Abspaltung der wirtschaftsstarken Region von Spanien abzustimmen.

 

US-Gesundheitsminister Price wegen Reisekosten-Skandals zurückgetreten:

US-Gesundheitsminister Tom Price hat sein Amt aufgegeben. Wie das Weiße Haus mitteilte, akzeptierte Präsident Donald Trump das Entlassungsgesuch von Price. Trump zeigte sich von ihm "enttäuscht". Der Gesundheitsminister war in Ungnade gefallen, nachdem er teure Dienstreisen mit Privatjets unternommen hatte. Nach Informationen des Magazins "Politico" soll Price mindestens 26 Mal auf Staatskosten mit Chartermaschinen geflogen sein. Die Gesamtkosten dieser Flüge belaufen sich demnach auf 400.000 Dollar (umgerechnet 340.000 Euro). Noch am Donnerstag hatte Price angekündigt, seinen Anteil der Flugkosten zu erstatten. Die Vorschriften für US-Regierungsmitarbeiter besagen, dass sie möglichst Linienflugzeuge nutzen sollen. Der Haushaltschef des Weißen Hauses, Mick Mulvaney, wies Regierungsbehörden inzwischen an, Charterflüge bis auf wenige Ausnahmen vorab durch den Stabschef genehmigen zu lassen.

 

USA ziehen wegen "Akustik-Attacken" Botschaftspersonal aus Kuba ab:

Nach unerklärlichen Erkrankungen US-amerikanischer Diplomaten auf Kuba zieht die US-Regierung mehr als die Hälfte ihres Botschaftspersonals von der Insel ab. Wie Außenminister Rex Tillerson mitteilte, hatten in den vergangenen Monaten mindestens 21 Angehörige der Botschaft in Havanna Probleme mit dem Gehör bekommen. Er bezeichnete die Vorfälle als "Attacken". Die Symptome reichten von Schwindelgefühlen bis hin zu komplettem Gehörverlust. Die Ursache konnte demnach aber noch nicht festgestellt werden. Tillerson versicherte, dass die erst vor zwei Jahren wieder aufgenommenen diplomatischen Beziehungen zu Kuba aufrechterhalten werden. Das Außenministerium sprach aber eine Reisewarnung aus. Kuba habe zugesichert, die Attacken zu untersuchen. Die kubanische Regierung bezeichnete die Entscheidung, nur noch eine Notbesatzung in der US-Botschaft zu belassen, als "überstürzt".

 

USA erkennen kurdisches Unabhängigkeitsreferendum nicht an:

Vier Tage nach dem Votum der nordirakischen Kurden für die Unabhängigkeit von Bagdad hat die US-Regierung erklärt, dass sie das Referendum nicht anerkennt. US-Außenminister Rex Tillerson sagte, die Abstimmung sei eine "einseitige" Maßnahme, weshalb es dem Ergebnis an Legitimität fehle. Die Vereinigten Staaten unterstützten weiterhin einen "vereinten, föderalen, demokratischen und gedeihenden Irak". Der französische Präsident Emmanuel Macron bemüht sich derweil um Vermittlung. Er lud den irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi nach Paris ein. Nach einem gemeinsamen Telefonat betonte Macron die Wichtigkeit der Einheit des Iraks. Gleichzeitig müssten die Rechte der kurdischen Bevölkerung anerkannt werden. Die Bundesregierung will prüfen, ob die derzeitige militärische Unterstützung für kurdische Peschmerga-Kämpfer fortgesetzt werden soll. Das Mandat für die Entsendung von Ausbildern im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" läuft im Januar aus.

 

Kreml-Kritiker Alexej Nawalny wieder freigelassen:

Die Moskauer Polizei hat den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny nach Stunden in Polizeigewahrsam vorerst freigelassen. Seine Sprecherin sagte, Nawalny müsse am Montag vor Gericht erscheinen. Der Kreml-Kritiker rief den vor der Polizeiwache wartenden Journalisten zu, dass er sich "sehr gut" fühle. Er fügte hinzu, am Wochenende Wahlkampf zu machen. Über soziale Netzwerke hatte Nawalny mitgeteilt, dass er am Freitag auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung festgenommen worden war. Polizei und Innenministerium begründeten dies mit "wiederholten Aufrufen zur Teilnahme an einer nicht genehmigten öffentlichen Veranstaltung". Darauf stehen bis zu 30 Tage Haft. Nawalny gilt als schärfster Widersacher von Staatschef Wladimir Putin, gegen den er kommenden März bei der Präsidentschaftswahl antreten will. Wegen des Vorwurfs, nicht genehmigte Proteste gegen Putin organisiert zu haben, war Nawalny in diesem Jahr bereits zweimal inhaftiert worden.

 

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