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Nachrichten

30.09.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:40

Nachrichten von Dienstag, 30. September 2014 – langsam gesprochen als MP3

Demonstranten in Hongkong stellen Ultimatum:

Die Demokratiebewegung in Hongkong hat auch am dritten Tag in Folge ihre Proteste fortgesetzt. Zahlreiche Straßen in der chinesischen Sonderverwaltungszone waren weiter blockiert. Die Proteste in der Nacht verliefen friedlich. Die Studentenführer wollen die Proteste noch ausweiten, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Die Demonstranten verlangten ultimativ den Rücktritt des Verwaltungsschefs Leung Chun-ying und die Rücknahme einer umstrittenen Wahlreform bis Mittwoch. Kritisiert wird vor allem, dass bei der nächsten Abstimmung über einen Regierungschef für Hongkong im Jahr 2017 nur von Peking ausgewählte Kandidaten antreten dürfen. Leung forderte ein sofortiges Ende der Proteste der Demokratiebewegung. Chinas Regierung nannte die Proteste illegal. In den sozialen Medien wurden Berichte aus Hongkong blockiert.

Blutige Kämpfe in Ostukraine trotz offizieller Feuerpause:

Bei den schwersten Gefechten zwischen pro-russischen Separatisten und ukrainischen Streitkräften seit mehr als drei Wochen sind im Osten der Ukraine mindestens 20 Menschen getötet worden. Vor allem der Flughafen der Stadt Donezk lag am Montag laut ukrainischer Armee unter Artilleriebeschuss der Aufständischen. Die Separatisten hätten erneut versucht, den Flughafen zu erobern. Die Armee habe die Angriffe abgewehrt. Auch im Gebiet Luhansk wurde nach Angaben der Aufständischen gekämpft. Die anhaltende Gewalt gefährdet die am 5. September in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarte Waffenruhe für die Ostukraine, die seit ihrem Beginn brüchig ist.

Netanjahu verurteilt Hamas und Iran:

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Palästinenserorganisation Hamas auf eine Stufe mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" gestellt. Beide Bewegungen teilten die fanatische Gesinnung des militanten Islam. Dieser kenne keinen Frieden und keine Toleranz. Frauen würden unterdrückt, Christen ermordet. Netanjahu verglich die militanten Muslime auch mit den deutschen Nationalsozialisten. Die Nazis hätten an eine "Herrenrasse" gedacht, die Islamisten dächten an einen "Herrenglauben", sagte Netanjahu in seiner Rede bei der UN-Vollversammlung in New York. Auch den Iran griff er erneut scharf an. Ein atomar bewaffneter Iran sei gefährlicher als die Terrormiliz IS, sagte Netanjahu. Bei der mehrtägigen Generaldebatte in New York hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vor wenigen Tagen seinerseits Israel Völkermord im jüngsten blutigen Gazakonflikt vorgeworfen.

Lufthansa-Piloten bestreiken Langstreckenflüge aus Frankfurt:

Piloten der Lufthansa haben seit 8:00 Uhr erneut die Arbeit niedergelegt. Betroffen von dem Ausstand sind Flüge am Drehkreuz Frankfurt am Main. Die Gesellschaft strich etwa die Hälfte ihrer Interkontinental-Verbindungen. Die restlichen Flüge sollen mit Hilfe von Piloten aufrecht erhalten werden, die sich freiwillig gemeldet haben. Der Streik dauert bis 23 Uhr. Flüge über das Münchener Lufthansa-Drehkreuz sind nach Angaben des Konzerns nicht von dem Streik betroffen, auch Flüge von und nach Düsseldorf und der Lufthansa Kurz- und Mittelstreckenverkehr sollen planmäßig stattfinden. Mit der mittlerweile fünften Streikwelle will die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit Bewegung in die festgefahrenen Tarifgespräche bringen. Es geht um die Übergangsrenten der rund 5400 Beschäftigten, die nach dem Willen des Unternehmens erst später in den bezahlten Vorruhestand gehen sollen.

Suche nach Opfern am Vulkan Ontake wegen Ausbruchsgefahr abgebrochen:

In Japan mussten die Rettungskräfte am Vulkan Ontake ihre Bergungsarbeiten erneut unterbrechen, weil akute Explosionsgefahr besteht. Die Erschütterungen im 3067 Meter hohen Berg hätten seit dem Morgen wieder zugenommen, sagte ein Vertreter der nationalen Meteorologischen Behörde. Mindestens 36 Bergwanderer haben den plötzlichen Ausbruch des Ontake am Samstag nicht überlebt. Die meisten ihrer Leichen konnten jedoch noch nicht geborgen werden. Auch die endgültige Zahl der Todesopfer ist noch nicht eindeutig geklärt.

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