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Nachrichten

30.07.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:16

Nachrichten von Mittwoch, 30. Juli 2014 – langsam gesprochen als MP3

Viele Tote bei Angriff auf Schule in Gaza:

Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Gazastreifen sind in der vergangenen Nacht mindestens 32 Palästinenser getötet worden. Die meisten Opfer gab es in einer als Zufluchtsstätte genutzten Mädchenschule des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) in Dschabalija. Dort wurden zwei Klassenräume von Panzergranaten verwüstet. Das UNRWA spricht von 16 Toten, Ärzte geben die Zahl der Toten mit 20 an. Weil die Menschen in Gaza immer wieder von der israelischen Armee aufgefordert werden, bestimmte Angriffszonen zu verlassen, suchen Tausende von Palästinensern auch in Schulgebäuden Zuflucht. Am 24. Juli waren bei einem Angriff auf eine UNRWA-Schule bei Beit Hanun mindestens 15 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Israels Sicherheitskabinett berät derweil erneut über eine mögliche Waffenruhe im Gazastreifen. Aber auch eine Ausweitung der Offensive stehe zur Debatte, berichten israelische Medien.

Noch keine Lösung für Argentinien in Sicht:

Im Streit zwischen Argentinien und zwei US-Investmentfonds über staatliche Schulden gibt es auch kurz vor Ablauf der entscheidenden Frist noch keine Lösung. Zwölf Stunden lang haben der argentinische Wirtschaftsminister Axel Kiciloff und weitere Regierungsvertreter mit einem gerichtlich bestellten Mediator in New York ohne Ergebnis verhandelt. Damit könnte Argentinien in der kommenden Nacht als zahlungsunfähig eingestuft werden. Der Minister kündigte an, die Gespräche würden noch heute fortgesetzt. Er nannte aber keine Uhrzeit. Argentinien muss bis Mitternacht Ortszeit umgerechnet rund 540 Millionen Euro an Staatsschulden bei internationalen Gläubigern begleichen. Ein US-Bundesrichter ordnete jedoch an, dass Argentinien zuvor den beiden Hedgefonds NML Capital und Aurelius 1,33 Milliarden Dollar (etwa 990 Millionen Euro) zahlen soll. Erst wenn diese Forderung beglichen ist, darf das Land auch die anderen Gläubiger bedienen. Argentinien verweigert aber die Zahlung an die beiden Fonds. Diese sind ihrerseits bislang zu keinem Kompromiss bereit.

USA und EU verschärfen Sanktionen gegen Russland:

In der Ukraine-Krise haben nach der Europäischen Union auch die USA weitere Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt. Das Finanzministerium in Washington setzte die Großbank VTB, die Bank of Moscow und die Russische Landwirtschaftsbank auf die Sanktionsliste. Alle drei Banken stehen unter der Kontrolle der russischen Regierung. Aus den USA heraus und von US-Bürgern dürfen fortan keine Finanzierungsgeschäfte mehr mit diesen Geldhäusern getätigt werden. Die Europäische Union hatte zuvor umfassende Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen. Die Botschafter der 28 EU-Staaten einigten sich in Brüssel auf ein Maßnahmenpaket, das auf die Bereiche Finanzen, Rüstung und Energie zielt. Ebenfalls betroffen sind sogenannte Dual-Use-Güter, die neben einem zivilen auch einen militärischen Nutzen haben können. Mit den Sanktionen soll Moskau dazu gebracht werden, seine Unterstützung für die Separatisten im Osten der Ukraine einzustellen und zur Deeskalation der Krise beizutragen.

EU erhöht Syrien-Hilfe auf 150 Millionen Euro:

Die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben die humanitäre Hilfe für das Bürgerkriegsland Syrien um weitere 50 Millionen Euro auf jetzt 150 Millionen Euro erhöht. Zudem wächst die Hilfe für die Nachbarländer Syriens um 125 Millionen Euro. Die Mittel hatte die EU-Kommission beantragt. Der Bürgerkrieg in Syrien hat nach Einschätzung der EU zu einer der größten humanitären Krisen weltweit geführt. Seit Beginn des Konflikts vor drei Jahren sind fast drei Millionen Syrer in die Nachbarländer Libanon, Türkei, Jordanien, Irak und Ägypten geflohen. Dazu kommen rund 6,5 Millionen Binnenflüchtlinge. Rund 9,8 Millionen Menschen in Syrien und mindestens 2,8 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern sind dringend auf Hilfe angewiesen.

Europäischer Raumtransporter auf letzter Reise:

Der europäische Raumtransporter "Georges Lemaître" ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Das in Deutschland gebaute Versorgungsschiff startete in der Nacht zum Mittwoch an Bord einer Ariane-5-Rakete ins All. Wenn alles nach Plan läuft, wird es am 12. August am Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe über der Erde andocken. Die sechs ISS-Besatzungsmitglieder, darunter auch der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst, dürfen sich dann auf frische Lebensmittel und Nachschub an Treibstoff, Wasser und Atemluft freuen. Zudem sind neue Experimente an Bord des unbemannten ATV (Automated Transfer Vehicle) geplant. Es ist die letzte Reise des Raumtransporters. Wegen knapper Kassen hat die europäische Raumfahrtbehörde ESA beschlossen, die Flüge einzustellen. Künftig wird die ISS vor allem von US-amerikanischen und russischen Transportern versorgt.

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